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Zu Tunesien siehe die Rezension vom 27. Dezember 2007. Stellungnahme zu Ägypten, Saudi-Arabien, Tunesien und Iran vom 5. Oktober 2010 unter Mail an eine Friedensbewegte. Zum Greater Middle East siehe Geburtswehen. Siehe auch Daniel Cohn-Bendit und die Friedrich-Ebert-Stiftung zu Libyen

Celui qui dispose de quelque fortune, ne peut pas en jouir sereinement, pendant qu'autour de lui une foule innombrable souffre de la faim et de la misère. Cette foule pourrait un jour se retourner contre vous.

Wer einiges Vermögen besitzt, kann es nicht fröhlich genießen, während um ihn herum eine unzählige Menge hungert und darbt. Diese Menge könnte sich eines Tages gegen euch wenden.

Habib Bourgiba, Rede vom 29. November 1963

Hamburg

Ein Jahr Arabellion 

Freitag, 23. März 2012, 18:00, Centro Sociale, Sternstr. 2 (U-Bahn Feldstr.), Hamburg

Referent:
Akram Youssef, Alliance of Progressive Youth of the Revolution,
Ägypten

Referentin:
Azza Chamkhi, Raid Attac / CADTM, Comité pour l'Annulation de la Dette du Tiers Monde,
Tunesien

Im Dezember 2010 probte die tunesische Stadt Sidi Bouzid den Aufstand gegen sozialen Ausschluß und politische Unterdrückung. Damals ahnte niemand, was die Proteste auslösen würden. Inspiriert von der Revolte in Tunesien besetzten 15 000 Aktivistinnen und Aktivisten am 25. Januar 2011 in Kairo den Tahrir-Platz. Die starke Protestbewegung in Ägypten führte zum Sturz des seit 30 Jahren herrschenden Machthabers Mubarak. Die Besetzung des Kairoer Tahrir-Platzes war der Auftakt einer Protestwelle, die viele Länder der arabischen Welt erfaßt. 

Ein Jahr nach dem Beginn der «Arabellion» berichten Akram Youssef und Azza Chamkhi über die Umwälzungen in ihren beiden Ländern.

Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit attac. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, den Katholischen Fonds und den Evangelischen Entwicklungsdienst e.V. (eed).

Die Vorträge und die Diskussion werden gedolmetscht.

T:I:S, 19. März 2012

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/remaghreb.htm#Arabellion 

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Luigi Ambrosi

Zehn geostrategische Anmerkungen zur Besetzung Libyens

Übersetzung aus dem Italienischen von Bernd Duschner. Forum Augsburg, .pdf-Datei, 19. November 2011.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/remaghreb.htm#Ambrosi

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Bahar Kimyongür*

Die Rückeroberung Libyens und die Verrottung der europäischen extremen Linken

La reconquête de la Libye et la putréfaction morale de l’extrême-gauche européenne

... Wie konnte die europäische extreme Linke dahin gelangen, dem räuberischsten Militärbündnis der Welt zu applaudieren?...

... Comment l’extrême gauche européenne en a pu arriver à applaudir la coalition militaire la plus prédatrice du monde ?...

... Der Gerechte läßt sich nicht täuschen. Er weiß, daß der Kolonisator im Namen hehrer Ziele wie Zivilisation, Moderne oder Menschenrechten die "Barbaren" versklavt und etwa 80 Millionen Indianer vernichtet hat. Er weiß, während er, zum Beipiel, das Lebensrecht der Indianer verteidigt, daß er indirekt Gesellschaften unterstützt, die Bruderkämpfe oder Annexionskriege führten, Menschenopfer darbrachten oder skalpierten...

... Le Juste n’est pas dupe. Il sait que c’est au nom de nobles causes comme la civilisation, la modernité ou les droits de l’homme que le colonisateur a réduit les « Barbares » en esclavage et exterminé près de 80 millions d’Indiens d’Amérique. Il sait aussi qu’en défendant le droit à la vie des Amérindiens par exemple, il cautionne indirectement des sociétés qui menaient des luttes fratricides ou des guerres d’annexion, qui pratiquaient le sacrifice humain ou le scalp...

... Trotz Gaddafi mußte im Falle Libyens jeder Gerechte Gaddafi unterstützen; nicht aus Sympathie für seine Ideologie oder seine Praktiken, sondern aus Realismus. Denn trotz bestimmter zweifelhafter Seiten seiner diplomatischen Schachzüge und seines Regierungsstils bildete Gaddafi für Libyen, Afrika und die Dritte Welt mit seinen Investitionen, seinen Sozialprogrammen, seinem laizistischen System, seinem (allerdings gescheiterten) Versuch der Etablierung einer durch die Grüne Charta von 1988 garantierten direkten Demokratie, seiner dem Franc CFA trotzenden Geldpolitik und schließlich seinen Streitkräften mit all dem bildete er die einzig wirkliche und konkrete Alternative zur Kolonialherrschaft, mangels Besserem in einer von finstermännischen und liebedienerischen Strömungen beherrschten Region... 

... en Libye, le Juste devait défendre Kadhafi malgré Kadhafi. Il devait le défendre non pas par sympathie pour son idéologie ou ses pratiques mais par réalisme. Parce que malgré certains aspects douteux de ses manœuvres diplomatiques et de son mode de gouvernance, pour la Libye, l’Afrique et le Tiers-monde, Kadhafi représentait avec ses investissements économiques, ses programmes sociaux, son système laïc, ses tentatives (certes ratées) d’instauration d’une démocratie directe garantie par la Charte verte de 1988, sa politique monétaire bravant la dictature du franc CFA et finalement, ses forces armées, la seule alternative réelle et concrète à la domination coloniale à défaut d’avoir mieux dans une région dominée par des courants obscurantistes et serviles...

... Unter den "Weder - nochs" haben leider bestimmte Intellektuelle, die sich wie Gilbert Achcar als Trotzkisten verstehen, dem Eroberungskrieg der Nato applaudiert... Bernard-Henri Lévy ... Dieser Milliardärs-Durruti schwang das Schwert der Freiheit, in dem sich sein heiliges Antlitz und das Banner mit der unbesiegbaren Windrose spiegelte, und verwirrte Gaddafis Truppen, indem er ihnen die blanke Brust bot. Ohne sich an die Spitze seiner Internationalen Brigade zu drängeln, ist er auf einer Tomahawk- Rakete in Tripolis eingeritten.

... Parmi les « ni-ni », certains intellectuels se réclamant du trotskisme comme Gilbert Achcar ont hélas applaudi la guerre de conquête de l’OTAN... BHL ... Brandissant le glaive de la liberté qui reflète sa sainte image et la bannière frappée de l’invincible rose des vents, le Durruti milliardaire a dérouté les troupes de Kadhafi en bombant son torse glabre. Il est entré dans Tripoli sans se presser à la tête de sa Brigade internationale, à cheval sur un missile Tomahawk…

* Siehe Wikipédia

Investig'Action, michelcollon.info, 5. Dezember 2011. T:I:S, Übersetzung, 6. Dezember 2011

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Thomas Immanuel Steinberg

Humanitärer Interventionismus

Die Fälle Juan Cole und Gilbert Achcar

Zwei akademische Publizisten mit Ansehen bei vielen Linken haben die Nato-Bombardierung der Gaddafi-Truppen in Libyen gutgeheißen: Juan Cole im Video, Teil 1 und Teil 2, und Gilbert Achcar. Ein CounterPunch-Autor, John Walsh, hat Cole widersprochen; Pham Binh, ein weiterer CounterPunch-Autor, hat Gilbert Achcar widersprochen.

Die Essenz aus der Debatte: 

Selbst gute Absichten sprechen ebenso wenig für einen Interventions- wie für einen Angriffskrieg. 

Ein Imperium führt Krieg in der Absicht, sich zu stärken.

Opponenten, die ein Imperium um Hilfe rufen, stärken nicht ihr Volk, sondern das Imperium. 

Das gilt für Libyen. Es gilt auch für die kommenden und für die vergangenen Angriffs- oder Interventionskriege, einschließlich der US-Intervention in Europa 1944.

Cole und Achcar haben nicht begriffen, was Imperialismus ist, oder tun so, als ob sie es nicht begriffen hätten. (1) Democracy Now hat ihrer pro-imperialistischen Position ein breites Forum geboten. (2)

T:I:S, 11. November 2011. Zu den Menschenrechtskriegen siehe David Chandler vom Juli 2002

Anmerkungen

(1) Auch Jean Ziegler hatte sich für Krieg gegen den Staat Libyen ausgesprochen. Dank für den Hinweis in die Schweiz. T:I:S, 13. November 2011

(2) Gilbert Achcar schwenkt weiter die Menschenrechtsfahne zu Libyen. Fehlt's ihm an Verstand? Das wäre schlimm. Oder schlimmer noch: an Anstand? T:I:S, 21. November 2011

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Michel Collon

Den Krieg in Libyen verstehen

Michel Collon: Comprendre la guerre en Libye, Teil 1, Teil 2 und Teil 3, 1. Halbjahr 2011

Auszug

... Die Logik dieses Empire ist in der Tat sehr einfach: 

1. Die Welt ist eine Quelle für Profite. 

2. Um Wirtschaftskriege zu gewinnen, muss man die beherrschende Supermacht sein. 

3. Dafür ist die Kontrolle über die strategischen Rohstoffe, Regionen und Routen erforderlich. 

4. Jeder Widerstand gegen diese Kontrolle muss gebrochen werden, sei es durch Korruption, Erpressung oder Krieg. Welche Mittel dazu angewandt werden, spielt keine Rolle. 

5. Um weiterhin die dominante Supermacht zu bleiben, ist es absolut notwendig, zu verhindern, dass sich die Rivalen gegen den Herren verbünden...

Übersetzung von Teil 2 als .pdf-Datei beim Forum Augsburg; gespiegelt  auf hintergrund.de und als .doc-Datei gut lesbar hier.

T:I:S, 30. Oktober 2011

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BHL

Zwei big shots der französischen Politik, Roland Dumas und Jacques Vergès, bringen am 25. Oktober 2011 ein Buch heraus mit dem Titel: Sarkozy sous BHL, Sarkozy unter Bernard-Henry Lévy. 

BHL ist der Multimillionär und Philosoph, der zur Freude der Hamburger antideutschen Yuppies die Lüge verbreitet hat, Besucher des Claude-Lanzmann-Films "Pourqoi Israël" seien als Judenschweine tituliert worden. 

Sarkozy, der Präsidialkaspar, wird in Frankreich inzwischen fast so sehr gehaßt wie sein Stichwortgeber BHL, ein widerlicher Lackaffe. Beide sind als Hauptkriegsverbrecher im Krieg gegen Libyen zu betrachten. 

T:I:S, 23. Oktober 2011. Mehr zu BHL unter Kriegsjuden und unter Auschwitzkeule

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Freidenker-Brief Nr. 9/2011 vom 21. Oktober 2011

Solidarität mit dem libyschen Volk

Erklärung des Deutschen Freidenker-Verbands

Solidarität, .doc-Datei. T:I:S, 21. Oktober 2011

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Wasser und Öl wechseln den Besitzer - Der Fall Libyen

Kurzvortrag und Diskussion mit Thomas Immanuel Steinberg

Mittwoch, 2. November 2011, 19 Uhr. Ort: Hamburg, VVN-BdA-Büro, Hein-Hoyer-Str. 41; ins Souterrain des Terrassenhauses durchs Vorgartentörchen. Veranstalter: Friedensinitiative der NaturFreunde Hamburg

Thesen

1. 

Unter der Erde Libyens befinden sich gewaltige Süßwasserreserven, deren Erschließung für das eigene und die Nachbarländer unter Gaddafi begonnen hatte, siehe Die Zeit. Aus einer Fortführung des Projekts wären Libyen und seine Anrainer gestärkt hervorgegangen. 

2.

Gaddafi war dabei, einen afrikanischen Währungsfonds zu bilden, gemeinsam vor allem mit Algerien. Wäre der Plan gelungen, hätte sich Afrika vom Dollar und vom Euro abkoppeln können. (1) 

3.

Libyen verfügt über erhebliche bestätigte Reserven an Rohöl:         

2011

Mrd. Barrel bestät. Reserven
Libyen 46
Nigeria 37
Ganz Asien u. Ozeanien 40
Irak  115
Iran  137
Saudi-Arabien  262
 

US Energy Information Administration, siehe auch Oeldorado09, dort Angaben in Tonnen (1 Tonne = ca. 6 Barrel)

Libyen besaß die Basis für eine eigenständige Politik.

4.

Die USA und ihre Verbündeten sahen in Gaddafis Libyen ein mögliches oder tatsächliches Nest des Widerstands gegen ihr Konzept vom Greater Middle East, siehe Geburtswehen, und gegen ihr Project for a New American Century vom 3. Juni 1997, der Sicherung der weiteren Vorherrschaft der USA in der Welt. Sie nutzten den landesinternen Gegensatz zwischen Kyrennaika (Ostlibyen) und Tripolitanien (Westlibyen) für ihre Eroberung, wie schon den zwischen Kurden, Schiiten und Sunniten im Irak .

5.

 

Vergrößern / Quelle     Link intern

Größter und zweitgrößter Bezieher libyschen Rohöls waren bisher Italien mit 425 000 Barrel pro Tag und Deutschland mit 178 000 Barrel pro Tag. Die Regierungen beider Länder verhielten sich reserviert gegenüber einem Sturz Gaddafis. Künftig dürften die Konzerne der Siegermächte USA, Frankreich und Großbritannien von den angekündigten Privatisierungen in Libyen profitieren.

6.

Die Bundesregierung hat sich bei der Abstimmung im Sicherheitsrat über die Libyen-Resolution 1973 am 17. März 2011 der Stimme enthalten. Die deutsche Herrschaftselite könne sich nicht entscheiden zwischen einer Anlehnung entweder an die atlantischen Mächte USA und Großbritannien oder an die Kontinentalmächte Rußland und China schreibt der Konstanzer Politikwissenschaftler Wolfgang Seibel, ein Atlantiker, in der FAZ vom 24. Oktober 2011, Seite 7.

7.

Moralische Überlegungen haben weder auf atlantisch-französischer noch auf "mittelmächtiger" Seite irgendeine Rolle gespielt.  

T:I:S, 30. Oktober 2011

(1) Michel Collon: Comprendre la guerre en Libye, Teil 1, Teil 2 und Teil 3. Übersetzung von Teil 2 als .pdf-Datei beim Forum Augsburg; gespiegelt auf hintergrund.de und als .doc-Datei gut lesbar hier

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Immer wieder bitten mich Schafsnasen...

... um eine Unterschrift unter irgendwelche AVAAZ.org-Aufrufe.  Doch AVAAZ.org ist ein Wolf. 

Sollten die westlichen Mächte die Flugverbotszone [über Libyen] als Vorwand für eine eigennützige militärische Intervention missbrauchen, wäre Avaaz eine der ersten Gruppen, die dagegen eine Kampagne führen würde,  

versicherte AVAAZ.org treuherzig seinen Schäfchen am 11. März 2011.

Nun gucken sie belämmert, denn für AVAAZ.org geht das Bomben-Massaker der Nato an den Libyern in Ordnung. Der Obama-Lupo rührt keine Pfote. 

T:I:S, 13. Oktober 2011. AVAAZ.org hetzt und hetzt und hetzt. T:I:S, 18. Oktober 2011

Nachtrag

AVAAZ.org ist wirklich ein Musterbeispiel für professionelle Desinformation: Einsatz für halbwegs löbliche Ziele, zur Zeit: gegen ACTA; und zugleich rabiate pro-imperialistische Lügenpropaganda, zur Zeit der Aufruf, für die Kämpfer gegen das Assad-Regime zu spenden.

T:I:S, 13. Februar 2012 

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Thomas Immanuel Steinberg

Demokratischer Imperialismus 

Pierre Lévy gegen Ignacio Ramonet in Sachen Libyen

Ignacio Ramonet, bei attac und Le Monde diplomatique, hatte am 1. April 2011 einen Beitrag zum Nato-Krieg gegen Libyen eingeleitet mit den Sätzen:

Die libyschen Aufständischen verdienen die Hilfe aller Demokraten. Den Obersten Gaddafi kann man nicht verteidigen. Die internationale Allianz, die ihn angreift, ist unglaubwürdig. Man kann die Demokratie nicht von außen herbeibomben. 

Les insurgés libyens méritent l’aide de tous les démocrates. Le colonel Kadhafi est indéfendable. La coalition internationale qui l’attaque n’est pas crédible. On ne bâtit pas une démocratie avec des bombes étrangères.

Linke stünden somit vor einem Dilemma. Daher, so Ramonet, 

müsse das Ziel der Intervention sein, was in Resolution 1973 [des UN-Sicherheitsrats] steht, und nur das. Weder Einmarsch, noch zivile Opfer. 

l’objectif de l’intervention doit être celui que définit la résolution 1973, et seulement celui-là. Ni invasion terrestre, ni victimes civiles.

Pierre Lévy, nationalstaatlich und EU-kritisch orientiert, hat dem Attac-Aktivisten Ramonet am 23. September 2011 die auch für Ramonet absehbare und inzwischen vollzogene Bombardierung und Eroberung Libyens durch die westliche Demokraten vorgehalten – Ramonet hat kurz repliziert. Kritik und Replik stehen auf Mémoire des luttes, Erinnerung an die Kämpfe, dem Internetportal von Ramonet und Bernard Cassen.

Zwar, so Lévy, seien keineswegs alle Libyer, die Gaddafi liquidieren wollen, westliche Agenten; wie es unter den zur Rettung der Französischen Revolution "mit gutem Recht" massakrierten Vendée-Aufständischen (1792 bis 1796) neben bekennenden Konterrevolutionären auch ehrliche Leute gegeben habe. 

Bis zur Auflösung der Sowjetunion und des Warschauer Pakts, fährt Lévy fort, habe für Antiimperialisten das Prinzip der Nicht-Intervention in fremde Staaten gegolten. Der angebliche Ausnahmefall Libyen bahne jedweder Intervention im Namen der Demokratie den Weg, ähnlich wie Folter unter angeblich besonderen Umständen deren Anwendung bei jeder weiteren Gelegenheit eröffne.

Lévy schließt:

Angesichts dessen, wofür sich Ignacio Ramonet einsetzt, wird man ihn nicht damit beleidigen, ihn mit "der Linken" in Verbindung zu bringen, die seit langem auf die Erinnerung an die Kämpfe verzichtet hat. Umso klarer ist festzuhalten, daß er in diesem Falle genau dieser Linken folgt, die ohne Zögern in der libyschen Sache Partei ergriffen hat. Was erneut das traurige Paradox unserer Epoche illustriert: Die globalisierten Kräfte des Kapitals und des wiedererstarkten Imperialismus munitionieren sich ideologisch hauptsächlich "links"  – von den "Menschenrechten" bis zur Einwanderung, von der Ökologie bis zur Globalisierung, dem genauen Gegenteil des Internationalismus. 

Eu égard aux engagements d’Ignacio Ramonet, on ne lui fera pas l’injure de l’assimiler à la « gauche », qui a depuis longtemps renoncé à la mémoire des luttes. Mais force est de constater qu’il se situe en l’espèce dans la foulée de cette dernière qui a sans hésiter choisi son camp dans l’affaire libyenne. Ce qui illustre une nouvelle fois ce triste paradoxe de notre époque : les forces du capital mondialisé et de l’impérialisme revigoré trouvent désormais l’essentiel de leurs munitions idéologiques à « gauche » – des « droits de l’Homme » à l’immigration, de l’écologie au mondialisme (qui est l’exact contraire de l’internationalisme). 

Ramonet replizierte, man könne nicht dulden, daß im Namen der im Westfälischen Frieden von 1648 definierten Staatsräson

eine nicht legitime (das heißt: nicht gewählte) Staatsmacht über Leben, Tod und Terrorisierung der eigenen Staatsbürger richte.

qu’un pouvoir non légitime (c’est-à-dire non élu) exerce un droit de vie, de mort et de terreur sur ses propres citoyens. 

Außerdem verurteilte Ramonet Lévys Ansicht, daß unter bestimmten Umständen Staaten "ein gutes Recht zum Massakrieren" hätten.

Kurz: 

Was Pierre Lévy, der Nationalstaatler und EU-Kritiker sagt, klingt weltrevolutionär; Ignacio Ramonet, für links geltend, würde sich gut mit gar manchem Sozialdemokraten verstehen.  

T:I:S, 10. Oktober 2011

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Mahdi Darius Nazemroaya

Libya and the big lie

Using human rights organisations to launch wars

Don deBar’s Blog, September 24, 2011. T:I:S, 3. Oktober 2011

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Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Operation Nordafrika

SOS Libyen: Wie es gelingt, die Friedensbewegung zu paralysieren

Eine Untersuchung anhand eines IMI-Artikels von Jürgen Wagner 

Arbeiterfotografie, 31. August 2011. T:I:S, 8. September 2011. Link, nur intern

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Thomas Immanuel Steinberg

Nicht einmal Friedhofsruhe

Disaster capitalism swoops over Libya. Pepe Escobar

und

Sweet crude of mine. Pepe Escobar

Kommentar

Ich halte für ausgeschlossen, daß die NeoCons je eine Befriedung Mittelasiens, des Irak oder der Levante, in welcher Form auch immer, angestrebt haben. Überall, und so auch im Maghreb, haben sie Eroberung und Profit durch permanente Rüstung und permanentes Chaos im Sinn. Denn selbst mit Friedhofsruhe ist kein Geschäft zu machen.

T:I:S, 26. August 2011

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Thomas Immanuel Steinberg

Libyen und die Kasseler Ratschläger

Wieviele Menschenleben darf ein Nato-Krieg kosten?

Zuerst die gute Nachricht. In gewohnter Klarheit erkennt Pepe Escobar:

BP, Total, Exxon, alle westlichen Ölriesen werden vom Übergangsrat [den libyschen Nato-Kollaborateuren, T:I:S] dankbar belohnt werden – zu Lasten der chinesischen, russischen und indischen Firmen. 

Auch der Freidenker urteilt zutreffend:

Die Forderung „Deutschland raus aus der NATO – NATO raus aus Deutschland“ ist durch den Libyen-Krieg noch dringlicher geworden.

Der Freidenker stützt seinen Appell unter anderm auf den kundigen Thomas C. Mountain...

Sowohl Amnesty International als auch Human Rights Watch hatten nach dem Aufstand im Osten Libyens monatelang jeweils einen ehrlichen Beobachter vor Ort – beide haben sämtliche Anschuldigungen widerlegt, mit denen die NATO den Krieg gegen Libyen gerechtfertigt hat.

 Deutsch bei Tlaxcala

... und auf Jean Bricmont und Diana Johnstone, die schon den Nato-Feldzug gegen Jugoslawien als imperialistisches Unterfangen entlarvt hatten:

Dieser kleine Krieg [gegen Libyen, T:I:S] hat die NATO als kriminell und inkompetent bloßgestellt. Er stellt auch die organisierte Linke in den NATO-Ländern als völlig nutzlos bloß. Vielleicht gab es nie zuvor einen Krieg, gegen den so leicht Front zu machen gewesen wäre. Aber die Linke macht dagegen nicht Front. 

CounterPunch vom 16. August 2011 

Und nun die schlechte Nachricht. Die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag Lühr Henken und Peter Strutynski sondern am heutigen 23. August 2011 zu Libyen den Satz ab:

Der Krieg hat bisher schon zu vielen Menschen – auf allen Seiten – das Leben gekostet, Hunderttausende zur Flucht getrieben, große Teile der Infrastruktur des Landes zerstört.

Da drängt sich die Frage auf: Wieviele Leben hätte der Nato-Überfall auf Libyen denn kosten dürfen? Der Satz ist freilich keine Entgleisung. Weiter unten setzen Henken und Strutynski nach:

Freude über den militärischen Sieg der NATO kann in den Reihen der Friedensbewegung nicht aufkommen. Dazu sind den Bombenangriffen der NATO eine zu große Zahl von Zivilpersonen zum Opfer gefallen, Häuser, Schulen, Rundfunkstationen und andere Infrastruktureinrichtungen zerstört worden... Aus all diesen Gründen weigert sich der Bundesausschuß Friedensratschlag, in die Jubelchöre des Westens einzustimmen. Der Preis, den das libysche Volk zahlen mußte, ist hierfür zu hoch.

Hierfür? Wofür?

Der Freidenker kommentiert älteres Friedensgedröhne von Strutynski wie folgt :

Wieder einmal hörte man von „Sprechern“ der Friedensbewegung eine die Kriegpropaganda nachvollziehende kulturchauvinistische Diffamierung des angegriffenen Landes („Die Friedensbewegung, obwohl entschieden in der Verurteilung des Gaddafi-Regimes,….etc.“)

Das Einknicken vor der „humanitären“ Klassenmoral der bürgerlichen Interventionisten ist Ausdruck eines weitgehenden Verlusts eigener Klassenmoral, welche seit über 150 Jahren Arbeiterbewegung gebietet, für ein Land, das vom Imperialismus angegriffen wird, ungeachtet seines Gesellschaftssystems, entschieden und mit allen gegebenen politischen Mitteln Partei zu ergreifen, und zwar in erster Linie gegen die Herrschenden des eigenen Landes. Antiimperialistischer Internationalismus gehört zu den höchsten Werten des Moralsystems der Sozialisten und Kommunisten. Inzwischen ist die grundsätzliche, systematische und anhaltende Konfrontation gegen die gesamte Orientierung der bürgerlichen Außenpolitik Deutschlands zu einem wesentlichen Element des politisch-moralischen Wiedererstarkens linker Kräfte geworden.

Zu den gemeinten linken Kräften gehören die Sozialdemokraten Henken und Strutynski nicht. Sie sind Tröpfe, und Diversanten dazu.

T:I:S, 23. August 2011. Mehr zu Libyen passim unter Maghreb. Siehe auch Genugtuung der NATO-Regierungen - Libyenkrieg als Modellfall für weitere Siege. Schattenblick

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Annegret Mathari 

Kein Drang nach Israel 

Tunesische Juden haben ein israelisches Angebot, die Ausreise nach Israel zu erleichtern, abgelehnt. Sie wollen in Tunesien bleiben.

 Neue Zürcher Zeitung, 6. April 2011. T:I:S, 5. Mai 2011

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Ingar Solty

Libyen und der neue Imperialismus 

Öl, Kontrolle und Ideologie

Vor allem aber hatte [Gadaffi] das Land als Absatzmarkt vom Kapitalismus abgekoppelt. Er hatte die Kontrolle über das Bankensystem übernommen...

Zeitschrift Sozialismus, 25. April 2011. 

Dazu John Perkins: Libya: It’s Not About Oil, It’s About Currency and Loans. Information Clearing House, 26. April 2011: 

Muammar al-Qaddafi was openly advocating the creation of a new currency that would rival the dollar and the euro. In fact, he called upon African and Muslim nations to join an alliance that would make this new currency, the gold dinar, their primary form of money and foreign exchange.

Sowie Peter Dale Scott: The Libyan War, American Power and the Decline of the Petrodollar System. The Asia-Pacific Journal: Japan Focus, April 2011. Gespiegelt auf The Global Realm, 30. April 2011.

T:I:S, 4. Mai 2011

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Tobias Pflüger

"Herr Westerwelle, Sie sind ein Lügner." 

Herr Westerwelle hat erklärt, Deutschland mache bei diesem Krieg nicht mit. Herr Westerwelle ich sage es ganz offen, Sie sind ein Lügner. Denn die gesamte militärische Infrastruktur, die sich hier in Deutschland befindet, wird für die Bombardierungen in Libyen benutzt. 

Die Kampfflieger starten z.B. in Spangdahlem bei Trier und werfen ihre Bomben ab über Libyen. Von Ramstein wurden die US-Angriffe koordiniert. Der Tausch der AWACS für Afghanistan und die damit verbundene Aufstockung um 300 Soldaten in Afghanistan zeigt: Die Bundesregierung will die Kriegsführung gegen Libyen effektiv machen. 

Und heute demonstrieren in Stuttgart unsere Friedensfreunde bei einem Ostermarsch, u.a. auch in Stuttgart-Vaihingen, weil sich dort das AFRICOM der US-Armee befindet, die Einsatzzentrale für die ganzen US-Angriffe.

IMI. T:I:S, 29. April 2011

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Joachim Guilliard

Libyen

Libyen hat den höchsten Lebensstandard in Afrika. Das „Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen“ (UNDP) bescheinigte dem Land beste Aussichten, die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis 2015 zu erreichen. Der NATO-Krieg dürfte diese Hoffnungen bereits zerstört haben. Dem Land droht nun ein Absturz wie im Irak...

Blog von Joachim Guilliard, T:I:S, 28. April 2011

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Rekolonisierung Libyens

Obama, Cameron, & Sarkozy tried to murder Gaddafi, but failed on April, 24th, 2011. These three international criminal gangsters bombed the government office building where diplomats and Gaddafi regularly hold meetings and conferences. 

A press conference outside Gaddafi 's government office and library at Bab Azizia Complex with foreign reporters held on April, 25th, 2011 (Video, dreizehn Minuten, Englisch ab Sekunde 30) exposes the true nature of the western imperialist war to recolonize Libya.

Der Komplex Bab al-Azizia erstreckt sich über sechs Quadratkilometer, darin stand das jetzt zerbombte Gebäude. 

T:I:S, 27. April 2011

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Der große Pepe Escobar zu Libyen

Auszug

Trotz seines diktatorischen Größenwahns ist Gaddafi ein engagierter Panafrikaner, ein leidenschaftlicher Verteidiger der afrikanischen Einheit. Libyen war nicht bei den internationalen Bankern verschuldet. Es hatte sich kein Geld vom Weltwährungsfonds im Austausch für irgendwelche „strukturellen Anpassungen“ geliehen. Libyen gab Ölgeld für soziale Dienste aus, einschließlich des Great-Man-Made-River-Projekts und einschließlich Investitionen/Hilfe für Sub-Sahara-Länder. Alles in allem ein sehr schlechtes Vorbild für die sich entwickelnde Welt... 

Hier ein paar Sachen, mit denen die Hellfire-Raketen konfrontiert sein werden: ein Bruttoinlandsprodukt von 14 192 Dollar pro Kopf; Arbeitslosengeld von zirka 730 Dollar im Monat; Krankenschwestern mit einem Monatsgehalt von 1 000 Dollar; keine erheblichen Steuern; kostenlose Bildung und Gesundheitsfürsorge; zinsloses Darlehen beim Kauf eines Autos und einer Wohnung. 

Gar mancher arbeitslose Amerikaner hätte nichts gegen ein One-Way-Ticket nach Tripolis.

*

For all his dictatorial megalomania, Gaddafi is a committed pan-African - a fierce defender of African unity. Libya was not in debt to international bankers. It did not borrow cash from the International Monetary Fund for any "structural adjustment". It used oil money for social services - including the Great Man Made River project, and investment/aid to sub-Saharan countries. Its independent central bank was not manipulated by the Western financial system. All in all a very bad example for the developing world... 

Here are some things the Hellfire missiles will be up against in Libya. A gross domestic product per capita of US$14,192; unemployment benefits of around $730 a month; nurses being paid $1,000 a month; no major taxes; free education and medicine; interest-free loans for buying a car and an apartment. 

Quite a few unemployed Americans wouldn't mind a one-way ticket to Tripoli.

Asia Times. T:I:S, Übersetzung, 27. April 2011

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Misrata, Libyen

Kampfjets der internationalen Truppen haben am Samstag ihre Angriffe auf die umkämpfte libysche Stadt Misrata konzentriert. Die Zeit

Welche Kriegspartei in Misrata wen und was zerstört, dürfte zur Zeit nicht zu klären sein. Henryk M. Broder dagegen

Um zu wissen, was in Misrata passiert, muss man nur die Tagesschau sehen... Misrata. Den Namen sollten wir uns merken. Er wird einmal in einem Atemzug genannt werden mit Lidice, Oradour, Diastomo, Kalavrita, Gorazde, Srebrenica.

Gaddafi ist Hitler ist Milošević ist Gaddafi. 

Sakozy, Obama und Cameron in einem Atemzug mit Hitler zu nennen, findet Broder, der Speichellecker des Imperiums, nämlich total super-antisemitisch. 

T:I:S, 26. April 2011. Siehe auch Henryk M. Broder

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John Pilger 

David Camerons Begabung – Krieg und Rassismus für die Anderen und für uns

Der europäisch-amerikanische Überfall auf Libyen hat nichts damit zu tun, dass jemand beschützt werden soll, solcherlei Unsinn glauben nur unheilbar Naive. Er ist die Antwort des Westens auf die Volkserhebungen in strategisch wichtigen, ressourcenreichen Regionen der Erde und der Beginn eines Zermürbungskrieges gegen den neuen imperialen Konkurrenten China.

Präsident Obamas historische Rolle steht jetzt fest. Er ist der erste schwarze Präsident Amerikas, der in Afrika einmarschieren wird. Sein Angriff gegen Libyen wird vom Africa Command der Vereinigten Staaten von Amerika durchgeführt, das 2007 gegründet wurde, um die lukrativen natürlichen Ressourcen des Kontinents gegen die verarmten Völker Afrikas und den schnell wachsenden wirtschaftlichen Einfluss Chinas abzusichern. Libyen ist gemeinsam mit Angola und Nigeria Chinas hauptsächliche Erdölquelle. Während amerikanische, britische und französische Kriegsflugzeuge derzeit „böse“ und „gute“ Libyer in Brand setzen, ist die Evakuierung von 30 000 chinesischen Arbeitern im Gang, vielleicht für immer. Behauptungen von Politikern und Medien des Westens, dass ein „geistesgestörter und krimineller Oberst Gaddafi“ einen „Völkermord“ an seinem eigenen Volk plant, warten noch immer auf Beweise. Das weckt Erinnerungen an die betrügerischen Behauptungen, mit denen eine „humanitäre Intervention“ in den Kosovo, die endgültige Aufteilung Jugoslawiens und die Errichtung des größten Militärstützpunktes der Vereinigten Staaten von Amerika in Europa in die Wege geleitet wurden.

Auch die Einzelheiten klingen vertraut. Die libyschen „pro-Demokratie-Rebellen“ stehen laut Berichten unter dem Kommando von Colonel Khalifa Haftar, der gemäß einer Studie der Jamestown Foundation in den Vereinigten Staaten von Amerika 1988 die Libyan National Army ins Leben rief „mit kräftiger Unterstützung durch die Central Intelligence Agency“. In den letzten 20 Jahren lebte Colonel Haftar in der Nähe von Langley, Virginia, Heimat der CIA, die ihm auch ein Ausbildungslager zur Verfügung stellt. Die afghanischen Mujahedin, aus denen al-Qaeda hervorging, und der irakische Nationalkongress, der die Lügen von Bush/Blair über den Irak schriftlich ausarbeitete, wurden auf die selbe ehrenwerte Weise gefördert, im lauschigen Langley. 

Zu Libyens weiteren „Rebellen”führern gehören Mustafa Abdul Jalil, Gaddafis Justizminister bis Februar, und General Abdel-Fattah Younes, Gaddafis Innenminister: beide mit respekteinflößender Reputation für die grausame Unterdrückung von abweichenden Meinungen. In Libyen gibt es Bürgerkrieg und Stammeskrieg, in denen auch die öffentliche Empörung über Gaddafis Umgang mit den Menschenrechten eine Rolle spielt. Allerdings ist es die Unabhängigkeit Libyens, nicht die Natur seines Regimes, die für den Westen unerträglich ist in einer Region von Vasallen, und an dieser Feindseligkeit hat sich kaum etwas geändert in den 42 Jahren, die vergangen sind, seit Gaddafi den feudalistischen König Idris stürzte, einen der verhassteren vom Westen unterstützten Tyrannen. Mit seinem Beduinenzirkus und bizarren Auftritten gab Gaddafi schon lange einen idealen „verrückten Hund“ ab, wegen dem jetzt tapfere Piloten der Vereinigten Staaten von Amerika, des Vereinigten Königreichs und Frankreichs Stadtviertel in Tripoli bombardieren müssen, darunter eine Entbindungsklinik und ein kardiologisches Zentrum. In der letzten Bombardierungsaktion der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1986 schaffte man es, seine Adoptivtochter umzubringen. 

Was die Vereinigten Staaten von Amerika, das Vereinigte Königreich und Frankreich erreichen wollen ist das Gegenteil einer Volksbefreiung. Indem sie die Anstrengungen der wirklichen libyschen Demokraten und Nationalisten untergraben, ihr Land sowohl von einem Diktator als auch von denen zu befreien, die vom Ausland korrumpiert sind, ist es dem Lärm und der Raserei aus Washington, London und Paris gelungen, die Erinnerung an die Tage der Hoffnung in Tunis und Kairo im Januar abzuschwächen, und es wurden viele, die von Herzen dabei gewesen waren, von dem Ziel abgelenkt, nicht zuzulassen, dass ihre Erfolge still und heimlich gestohlen wurden. Am 23. März erließ das von den Vereinigten Staaten von Amerika gestützte ägyptische Militär eine Verordnung, durch die alle Streiks und Proteste verboten wurden. Darüber wurde im Westen kaum berichtet. Nachdem jetzt Gaddafi als Dämon etabliert ist, kann Israel, das wahre Krebsgeschwür, weitermachen mit seinem großflächigen Landraub und mit Vertreibungen. Facebook ist unter zionistischen Druck gekommen, eine Seite zu entfernen, die zu einem allumfassenden palästinensischen Aufstand – einer „Dritten Intifada“ – am 15. Mai aufruft. 

Nichts von alledem sollte überraschen. Die Geschichte lässt nichts Geringeres vermuten als die Art von Machenschaft, die von zwei ranghöheren Diplomaten der Vereinten Nationen enthüllt wurde, die mit der Asia Times sprachen. Als sie wissen wollten, warum die UNO nicht eine Untersuchungskommission nach Libyen schickte, anstatt dieses Land anzugreifen, wurde ihnen gesagt, dass zwischen dem Weißen Haus und Saudiarabien ein Handel abgeschlossen worden sei. Eine „Koalition“ der Vereinigten Staaten von Amerika würde den aufsässigen Gaddafi „entfernen“, wenn die Saudis den Volksaufstand in Bahrain niederschlagen. Letzteres wurde erreicht, und der blutige König von Bahrain wird ein Gast bei der königlichen Hochzeit in London sein. 

Die Verkörperung dieser Reaktion ist David Cameron, dessen einzige wirkliche Aufgabe darin bestand, als PR-Mann für den Aufkäufer von Anlagen der TV-Industrie Michael Green zu fungieren. Cameron tourte durch die Golfregion, um den vom Vereinigten Königreich erfundenen Diktaturen Waffen zu verkaufen, als sich die Menschen im Jemen gegen Abdullah Saleh erhoben; am 18. März ermordete Salehs Regime 52 Demonstranten. Cameron hatte dazu nichts bedeutsames zu sagen. Jemen ist „einer von uns,“ wie das Außenministerium ihrer Majestät gerne sagt. Im Februar offenbarte sich Cameron in einer Attacke gegen, wie er es nannte „staatlichen Multikulturalismus“ – die Tarnbezeichnung für Moslems. Er sagte: „Wir brauchen einen Haufen weniger von der Toleranz der letzten Jahre.“ Er bekam Beifall von Marine Le Pen, der Führerin von Frankreichs faschistischer Nationaler Front. „Das ist genau die Art von Stellungnahme, die uns 30 Jahre lang aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen hat,“ sagte sie der Financial Times. „Ich kann ihm nur gratulieren.“ 

Am Höhepunkt seiner Habgier produzierte das britische Empire David Cameron als Restposten. Im Gegensatz zu vielen der viktorianischen „Zivilisatoren“ kamen die heutigen Schreibtischkrieger in Westminster – wie etwa William Hague, Liam Fox und der tückische Nick Clegg – nie in Berührung mit dem Leiden und Blutvergießen, die, weit entfernt in kultureller und örtlicher Hinsicht, die Konsequenzen ihrer Äußerungen und Handlungen bilden. Mit ihrem schwächlich belanglosen, immer geringschätzigen Auftreten sind sie im Ausland die gleichen Feiglinge wie zuhause. Krieg und Rassismus und die Zerstörung von Großbritanniens hart erkämpfter sozialer Demokratie sind ihre Begabung. Denken Sie daran, wenn Sie demnächst mit Hunderttausenden auf die Straße gehen, weil Ihnen nichts anderes übrig bleibt. 

Übersetzung, erschienen auf der vorzüglichen Internetseite antikrieg.com. Zum Originalartikel vom 9. April 2011.

T:I:S, 14. April 2011

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Mahmood Mamdani sieht einen langen Bürgerkrieg in Libyen kommen 

Aljazeera. Übersetzung aus dem Englischen von Heinz Eckel bei Joachim Guilliard unter dem Titel "Libyen: Die Politik der humanitären Intervention. Der Prozess der Implementierung der UN-Resolution zu Libyen war eine schlecht durchgeführte Farce ohne langfristige Voraussicht."

 T:I:S, 11. April 2011. Mehr von über Mahmood Mamdani unter Sudan und unter Islamophobie hier und hier

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Das Völkerrecht geht im Öl baden

Aggression gegen Libyen beenden! Völkerrecht verteidigen! Freidenker

Kommentar

Wie schon der Irakkrieg, so geht auch dieses Gemetzel von deutschem Boden aus, von Ramstein und den andern US-Basen. Wie schon der Irakkrieg, so geht auch dieses Gemetzel für die deutschen Bischöfe und Rabbiner in Ordnung. Das christlich-jüdische Abendland bleibt sich treu.

Ausführlich: Der NATO-Einsatz in Libyen ist (Öl-)interessengeleitet. Andreas Buro und Clemens Ronnefeldt

T:I:S, 4. April 2011

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US-Kriege

Keith Harmon Snow, anläßlich der Rekolonisierung Libyens, über die US-Kriege der letzten fünfzig Jahre

Russia Today, Video, elf Minuten, T:I:S, 29. März 2011. Siehe auch USA

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Diana Johnstone

Reasons and False Pretexts

Why are They Making War on Libya?

CounterPunch, March 24, 2011. T:I:S, 25. März 2011

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Média-mensonges

Talkshow mit dem Moderator Frédéric Taddeï zu Libyen auf France 3, Video, eine Stunde, ab Minute 0:05 bis Minute 1:03. 

Mit 

Rony Brauman,  Verfasser des Nachworts zur französischen Ausgabe von Norman Finkelsteins Holocaust-Industrie

Michel Collon, belgischer Kommunist

Nicole Bacharan, NeoCon mit mütterlich besorgtem Augenaufschlag

Zeina el Tibi, wirr

Patrick Haimzadeh, Libyenkenner

und Antoine Vitkine, intelligenter Opportunist. 

Michel Collon: "Ich verstehe nicht, was einen 'guten Araber' von einem 'bösen Araber' unterscheidet..." - brilllant. Und später: "Es geht ums Öl." 

Brauman: "Eine katastrophale Sackgasse".

Keine Diskussionrednerin bestreitet, daß der Westen einen Regimewechsel oder eine Teilung des Landes erreichen will. Herauskommen wird Ähnliches wie im Kosovo, in Afghanistan und im Irak, also Horror. 

T:I:S, 22. März 2011. Von Michel Collon siehe Investig'Action auf Französisch, Englisch und Spanisch

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Norman Paech

Verlogene Argumente der »Koalition der Willigen« zu Libyen

Menschenrechte kann man nicht mit Krieg sichern

Neues Deutschland, 22. März 2011. T:I:S, 22. März 2011. Mehr von Norman Paech. Siehe auch Reinhard Merkel in der FAZ ausführlich zur Völkerrechtswidrigkeit des Libyen-Einsatzes 

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Libysches Wasserprojekt

Von einem großen libyschen Wasserprojekt berichtet  Die Zeit, die skeptische Stimmen wie die Im Spiegel Nr. 11/1998, .pdf-Datei und in Libération vom 13. August 2009 unerwähnt läßt.  

T:I:S, geändert am 26. März 2011

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Joachim Guilliard

Der sechste US-/Nato-Krieg hat begonnen

Nachgetragen, 20. März 2011.  Eine treffende Einschätzung. T:I:S, 20. März 2011. Siehe auch Reinhard Merkel, Hamburger Professor für Rechtsphilosophie und Strafrecht zu Libyen: eindeutige Rechtslage.  Dito Jörg v. Paleske auf antikrieg.com. T:I:S, 21. März 2011

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Westerwelle kein Hasenfuß

Mutig schaut Andrea Seibel von Springers Welt dem Tod vieler Libyer ins Auge und promoviert unsern Außenkaspar Westerwelle zum Hasenfuß

Zuviel der Ehre, Frau Kriegshetzerin: Westerwelle hat schließlich im UN-Sicherheitsrat nicht gegen die Zertrümmerung Libyens gestimmt, sondern deutlich vernehmbar Jein gesagt. Wir, nur wir Kriegsgegner, bitte schön, sind Angsthasen.

T:I:S, 18. März 2011

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Jürgen Wagner

Libyen: Intervention im Namen des Volkes?

Jürgen Wagner, IMI, Tübingen, 11. März 2011. T:I:S, 13. März 2011

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Pascal Vollenweider, AVAAZ.org, begründet die Kampagne gegen die Libyer

Ein Leser schrieb am 9. März 2011 an AVAAZ.org zu deren Kampagne gegen die Libyer folgene Mail:

Nein, liebe Leute von Avaaz, ich kann und werde solch einen Aufruf nicht unterschreiben! Und auch Ihr solltet Meldungen wie diese hier aus der Tageszeitung "junge Welt", welche außerhalb des Medienmainstreams stehen, zur Kenntnis und sehr ernst nehmen!

Mit freundlichen Grüßen

AVAAZ.org antwortete ihm:

Von: Pascal Vollenweider <pascal (at) avaaz.org>
Datum: 11. März 2011 22:40
Betreff: Re: Zu: "Flugverbot über Libyen"
Cc: deutsch (at) avaaz.org

Hallo,

 

Danke für Ihre E-Mail und die darin geäusserten Bedenken bezüglich der Avaaz-Kampagne für eine Flugverbot über Libyen. Es tut mir Leid, dass Sie das Gefühl haben wir seien diesmal im Unrecht. Wir tun unsere Bestes, doch wir sind uns auch bewusst, dass wir bei einem Thema nicht 100% richtig liegen. Doch Menschen guten Willens, mit ähnlichen Ansichten und Wertvorstellungen, sind manchmal nicht einer Meinung. 

 

Avaaz wird von Bürgerinnen und Bürgern auf der ganzen Welt gesteuert und schlussendlich entscheidet die Gemeinschaft über die Lancierung einer Kampagne. Durch regelmässige Meinungsumfragen stellen wir sicher, dass die Ansichten und Wertvorstellungen der Mitglieder des Avaaz-Netzwerks in den Kampagnen reflektiert werden. 84% der Mitglieder unterstützen diese Kampagne und 9% lehnen sie ab. Seit Anfang fand die Aktion eine sehr grosse Resonanz und Menschen aus der ganzen Welt haben Nachrichten an den UN-Sicherheitsrat gesendet. Aus diesem Grund haben wir die Aktion angesichts der zunehmenden Gewalt ausgeweitet.

 

Wir erhielten zahlreiche E-Mails von Mitglieder, die ernsthafte Einwände gegen diese Kampagne erheben. Wir versuchen in den folgenden Punkte unseren Standpunkt zu den am meisten vorgebrachten Einwänden darzustellen.

 

Würde die Sperrung des libyschen Luftraums wirklich eine durch die Ölvorkommen motivierter militärische Intervention des Westens bedeuten?

 

Sollten die westlichen Mächte die Flugverbotszone als Vorwand für eine eigennützige militärische Intervention missbrauchen, wäre Avaaz eine der ersten Gruppen, die dagegen eine Kampagne führen würde -- so wie sich Avaaz für ein Ende des Irak-Krieges und für den Respekt der Öl-Rechte der irakischen Bevölkerung eingesetzt hat. Die Forderung nach einer Flugverbotszone stammt von Libyern: einschliesslich dem Nationalen Übergangsrat, dem übergelaufenen libyschen UN-Botschafters, den Demonstranten und Jugendgruppen. Diese Gruppen haben sich vehement gegen eine militärische Intervention auf libyschem Boden ausgesprochen. Sie alle stellen die Einrichtung einer Flugverbotszone nicht mit einem Schritt zu einer Invasion gleich. Avaaz-Mitarbeiter stehen in engem Kontakt mit Aktivisten in Libyen und wurden mehrfach aufgefordert diese Kampagne zu starten. Gleichzeitig fordern viele Golfstaaten ein Flugverbot und die Idee spaltet ebenfallsdie US-Regierung, eine entscheidende Zielgruppe unserer Kampagne.

 

Würde eine Sperrung des Luftraumes zu einem regelrechten Krieg führen?

 

Flugverbotszonen können auf verschiedene Arten umgesetzt werden und vieles bedeuten. Einige Militärexperten argumentieren, dass ein Präventivschlag gegen die libysche Flugabwehr unausweichlich sei. Andere hingegen meinen, dass lediglich einige Kampfflugzeuge über dem von der Opposition kontrollierte Gebiet nötig sind, damit Gaddafis Kampfjets keine Angriffe in Ostlibyien mehr fliegen würden. Gaddafi wisse, dass seine Luftwaffe schwächer sei, als diejenige von Ägypten oder der Nato. Die beste Lösung wäre natürlich diejenige, die die meisten zivilen Todesopfer verhindert, und dies mit dem geringsten Einsatz von Gewalt. Die Dinge mögen sich nicht wie erwartet entwickeln, doch während die Einrichtung einer Flugverbotszone die potentielle Gefahr eines internationalen Konflikts birgt, würde kein Flugverbot eine sichere Bedrohung für die Zivilbevölkerung bedeuten. 

 

Tötet Gaddafi wirklich Zivilisten durch den Einsatz seiner Luftwaffe?

 

Nach Berichten von unseren Partnern vor Ort, dem Roten Kreuz und einer Vielzahl von internationalen Pressevertretern, gehen wir davon aus, dass Gaddafis Bombardements in der Tat Zivilisten tötet. Gaddafis Luftüberlegenheit gibt ihm einen wesentlichen Vorteil gegenüber jenen, die ihn von der Macht entfernen wollen: Solange er die Lufthoheit besitzt, wird er den blutige Bürgerkrieg weiterführen können, und dies wahrscheinlich für Monate, oder noch länger. Dies hätte katastrophale Folgen für die Zivilbevölkerung. 

 

Würde eine UN-Resolution für eine Flugverbotszone die nationale Souveränität Libyens verletzten?  

 

Wir sind fest davon überzeugt, dass die internationale Gemeinschaft eine Verantwortung hat die Zivilbevölkerung zu schützen, wenn Regierungen die grundlegenden Menschenrechte ihrer Bevölkerung verletzten. Die nationale Souveränität darf kein Hindernis für eine legitime internationale Intervention darstellen, wenn Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen werden. Wenn Sie mit diesem Ansatz nicht übereinstimmen, dann stehen Sie sicherlich auch im Widerspruch mit anderen Avaaz-Kampagnen und unser Netzwerk ist vielleicht nicht der richtige Ort für Sie.

 

Alles in allem war es für uns eine schwierige Entscheidung - eine militärische Reaktion zu fordern war für uns nicht einfach, doch sind wir davon überzeugt, dass in Momenten wie diesen solche Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung nötig sind. In den letzten Wochen haben sich Avaaz-Mitglieder für eine ganze Reihe von nicht-militärischen Optionen stark gemacht -- einschliesslich der Sperrung von Vermögenswerten, gezielten Sanktionen und die Strafverfolgung von Beamten, die an dem brutalen Vorgehen gegen friedliche Demonstranten beteiligt waren. Doch während einige dieser Massnahmen anfangen zu wirken, steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. 

 

Viele wohl überlegte Nachrichten, die unserem Standpunkt Widersprechen, sind eingegangen, doch wir hoffen aufrichtig, dass Sie weiterhin im Avaaz-Netzwerk bleiben und auch zukünftig wieder schreiben, um uns zu helfen wichtige Fragen wie diese gemeinsam zu beurteilen.

 

Mit grossem Respekt und Verständnis,

pascal 

 Und wenn Pascal Vollenweider noch so viel Kreide frist, AVAAZ.org ist ein Wolf.

T:I:S, 13. März 2011

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Thomas Immanuel Steinberg

Wolf im Schafspelz

AVAAZ.org hetzt zum Krieg gegen die Libyer

AVAAZ.org betreibt Kampagnen für und gegen alles Mögliche. Die Organisation steht der US-amerikanischen Demokratischen Partei von Barack Obama nahe. Zur Zeit wirbt sie für ein Flugverbot über Libyen.

Indes: Jede Flugverbotszone bedeutet Krieg, wie der Bundesausschuß Friedensratschlag zutreffend darlegt. Hände weg von Libyen!

Der Angriffskrieg gegen die Libyer werde Leben retten, behauptet AVAAZ.org. Genau die gleiche Lüge haben US- und Bundesregierung über ihre Angriffskriege gegen Jugoslawien verbreitet, gegen Afghanistan und den Irak. In Wahrheit geht es um die Aufrechterhaltung der westlichen Herrschaft über den Maghreb und den halben Rest der Welt.

Wer AVAAZ.org unterstützt, füttert einen Wolf im Schafspelz.

T:I:S, 9. März 2011. Mehr über AVAAZ.org mit weiterführenden Links bei Joachim Guilliard. Siehe auch die Erklärung des Vorstands des Bundesverbands Arbeiterfotografie vom 6. März 2011. Siehe auch Golfkooperationsrat / GCC zu Libyen unter Katar / Qatar. Siehe auch Hartmut Barth-Engelbart über das Bienensterben, die Robben-Babys und AVAAZ. Siehe auch Westliche Medienmanipulationen, Pravda.ru. AVAAZ.org, der Wolf im Schafspelz, setzt seine Kampagne gegen Libyen fort, mit einer passenden Schauermeldung. T:I:S, 1. April 2011 

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