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Steinberg Recherche Referent Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Inhalt Am 16. Dezember 2004
erschien ein Text von Erich Rathfelder in der taz. Rathfelder spricht sich wie
immer für die NATO und gegen die jugoslawische Bevölkerung aus. Darin
unterscheidet sich Rathfelder nicht von den meisten seiner Kolleginnen bei der
taz. Aber Rathfelder schreibt besonders schlecht und argumentiert besonders brüchig.
Warum redigiert keine
Kollegin seine Texte? Mag ihn die Redaktion nicht? Zwingt der Verlag die
Redaktion, Rathfelder zu Wort kommen zu lassen? Mit welchem Mittel? Hier der Rathfelder-Text
– Anmerkungen unterstrichen.
DEN HAAG: KLAGE GEGEN DIE NATO-STAATEN
GESCHEITERT
Serbiens Gegenangriff stecken geblieben
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat die Vorwürfe Serbien-Montenegros gegen acht Nato-Staaten einstimmig wegen Unzuständigkeit zurückgewiesen – das also war der Grund - , weil die Kläger zum Tatzeitpunkt noch keine UN-Mitglieder waren – ach nein, das. Vor allem das ist also wichtig der Kern das Wichtigste nämlich der Vorwürfe an die Nato, sie habe während der Bombenangriffe auf Serbien 1999 Völkermord begangen, ist damit noch nicht vom Tisch - jedenfalls nicht in der politischen Sphäre in welcher denn dann doch? Ach, der juristischen. Hm. Die ist nicht politisch. Hm. Und was macht der Tisch in der Sphäre? Doch das Urteil erlaubt, eine Tendenz festzustellen. Indem gemeint: Weil? das Gericht so entschieden hat, sind die Hoffnungen der serbischen Regierung unter Premierminister Vojislav Kostunica gedämpft worden. Die feststellbare Tendenz ist also, daß die Hoffnungen gedämpft worden sind.
Denn mit der Klage gegen die Nato, mit dem Bombenkrieg Völkermord begangen zu haben wer? die konservative Regierung in Belgrad?, wollen die konservative Regierung in Belgrad und die starken rechtsextremen Kräfte in Serbien vor allem innenpolitisch punkten. Es schmerzt sie, dass den serbischen Repräsentanten von damals, Slobodan Milosevic und anderen, Völkermord in Kroatien, Bosnien und dem Kosovo vorgeworfen wird. Merkwürdig, nicht wahr, daß sie das schmerzt... Bei den Regierenden wie der Mehrheit der Nation führt das zu Abwehr und Blockaden - statt die eigene Vergangenheit kritisch zu hinterfragen und damit ein Stück weit ein Stück nah nicht zu bewältigen, gehen sie zur Gegenattacke über.
Wie schon also zuvor zuvor also schon die ehemaligen Kriegsgegner, die Kroaten, die Bosniaken und Albaner, wird Subjekt des Satzes sind nicht die Kriegsgegner, wie der Leser zuerst denken muß, sondern ist die NATO nun zusätzlich die Nato angeklagt. Das Argument, dass die Westler doch ebenfalls Dreck am Stecken haben, ist in der Gesellschaft durchaus populär wenn’s in der Gesellschaft ist, dann ist es wohl populär. Seine Steigerung, die Anklage Serbien klagt nicht an, es verklagt; gemeint ist die Klage Serbiens gegen die NATO vor dem Haager Gericht der Nato wegen Völkermords, führt sogar auf gleiche Augenhöhe.
Man kann der Nato sicherlich vorwerfen, ohne Mandat des Weltsicherheitsrates gehandelt, Atommunition verwandt und ohne militärischen Sinn zivile Ziele angegriffen zu haben. Völkermord jedoch ist etwas anderes, und das müsste die serbische Führung eigentlich wissen. Mit diesem Vorwurf kann sie, selbst wenn das internationale Tribunal den Prozess eröffnet hätte, letztlich nur verlieren. Die Schuld nur bei anderen zu suchen und Weltverschwörungen Und nun lernt der Leser etwas Inhaltliches: Völkerrrechtswidrigen Angriffskriegen mit erfundener Begründung, begangen durch eine Koalition von Staaten, liegt jedenfalls keine Verschwörung zugrunde. für das eigene Schicksal verantwortlich zu machen führt nicht weiter. Das können die Deutschen inzwischen wozwischen? sehr gut nachvollziehen.
ERICH RATHFELDER taz Nr. 7541 vom 16.12.2004, Seite 11, 48 Zeilen (Kommentar), ERICH RATHFELDER T:I:S, 16. Dezember 2004 *Steinberg Recherche Referent Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Inhalt Home nach oben
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