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Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Inhalt Siehe auch Dr. Andreas Mattner
Thomas Immanuel SteinbergDer Eiserne Peter von HamburgZur feierlichen Eröffnung des 30-Millionen-Steuer-Euro-teuren Seekriegsmuseums für Peter Tamm, den früheren Generalbevollmächtigten von Axel Springer im Hamburger Kaispeicher B, kam viel Uniform zusammen: im Speicher, unkommentiert, das kaiserliche Seekriegszeug und das der Hitlerschergen; vor dem Speicher Hamburger Polizei-Kampf-Dress und kriegsmarinierte Knöpfe.
Doch einer stoch alle aus: Peter Tamm im schmucken Jackett (altfranzösisch: jacque = Waffenrock). Zunächst kam Stoffumhülltes:
Feld für Kunst hat den Peter geschnitzt, um eine alte Kriegstradition wieder zu beleben: den Eisernen Hindenburg. Hier der beeindruckende Vorgänger:
Der Eiserne Hindenburg stand 1915 vor der Siegessäule in Berlin. Gegen eine Spende für das Deutsche Rote Kreuz durfte er genagelt werden, als Teil des "Kampfs an der Heimatfront".
Nun durfte auch der Hamburger Peter genagelt werden, gegen eine Spende von 5 Cent, fürs immer noch gleiche Deutsche Rote Kreuz. Und alle nagelten, während mancher Fotos und manche richtig schoß.
Auch größeres Kriegsgerät war dabei.
Unterdessen versuchten Seekriegsveteranen, unsern alten Kaiser Wilhelm wieder herbeizupfeifen, den mit dem langen Bart, ...
... zu Wasser
... und zu Lande.
Christiane Schneider, Hamburger Bürgerschaft, war dabei und prüfte die Friedensaussichten am Morgen des 25. Juni 2008: wechselhaft. T:I:S, 25. Juni 2008. Alle Fotos: tofoto *Keine Überraschung Die Eröffnung des Hamburger Seekriegsmuseums steht bevor. Hartmut Ring von der GEW hat schon 'mal durchs Fenster geschaut. T:I:S, 15. Juni 2008 *Hansewurststadt Für das Seekriegsmuseum mit der Nazi-Reliquien-Sammlung des Springer-Manns Peter Tamm hat die Freie und Hansestadt Hamburg einen Kaispeicher hergegeben und 30 Millionen Euro. Bekommen hat sie bisher nichts. Tamm-Tamm, T:I:S, 8. November 2007 *Die Hamburger Morgenpost macht in Konkurrenz zu Springer – mit einem ordentlichen Artikel über Peter Tamms Seekriegszeughaus. T:I:S, 3. Januar 2007 *Thomas Immanuel SteinbergAlle sind nett Ein Besuch beim Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten
Wilfried Buss
Durch die breite Fensterfront seines Büros
in der Barmbeker Pestalozzistraße sehe ich ihn herankommen, groß, schlank, im
Pensionsalter wie ich. Der Bürgerschaftsabgeordnete Wilfried Buss lädt mich zu
einer Tasse Kaffee ein, nicht aus dem Becher, sondern aus einer richtigen Tasse. Die Gewährung der Bürgerschaft von 30
Millionen Euro an die Stiftung Tamm – ohne Mitbestimmungsbefugnis der Bürgerschaft
oder des Senats – sei nicht glücklich gewesen. Am Ende der letzten
Legislaturperiode habe das Parlament unter Zeitdruck gestanden: Erhalt des
Baudenkmals Kaispeicher B im Hafen plus Verbleib der Tamm-Sammlung in Hamburg;
oder: Die Sammlung geht an einen Hafen-Konkurrenten, und der Kaispeicher muß
ohne absehbare Nutzung restauriert und außerdem aus öffentlichen Mitteln
unterhalten werden. Man habe schnell zugreifen müssen. Die Künstlerinitiative sei im
Recht. Zu den Nazi-Devotionalien des Peter Tamm an der Elbchaussee habe eine
klare Aussage gefehlt. Die einzelnen Mitglieder der
gegnerischen Fraktion, jetzt an der Regierung, hätten feige jede persönliche
Stellungnahme zum Nazi-Kram verweigert. Da hätten die Künstlerinnen reagieren
müssen. Ja, die Springer-Macht. Tamms Einfluß
habe mit seinem Eintritt in den Ruhestand nicht aufgehört. Er, Buss, kenne
keine provinziellere Presselandschaft in Deutschland als die Hamburgs. Jeder andere Träger bekomme sein Geld nur
Zug um Zug von Hamburg. Tamms Stiftung dagegen habe zwei Tranchen à 15
Millionen Euro bereits erhalten, obwohl längst nicht alles verbaut sei. Die
Zinsen, von Hamburg aufgebracht, flössen unterdessen der Tamm-Stiftung zu. Und
für die geplante Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A sei die gleiche
Stiftungsregelung getroffen. Wenn er auch Einiges mißbillige: An sich
sei die Initiative gut. Die Bürger müßten was tun, sonst würden sich Tamms
Parteigänger durchsetzen. Das finde ich auch und bedanke mich möglichst
nett; auch unter Hamburgs Künstlern gebe es mehr als sieben Schwaben. Bei der
Fahrt zurück ins Kontorhaushausviertel, auf dessen Chefetagen tatsächlich über
die Barmbeker Steuereinnahmen entschieden wird, denke ich ans Volk. Der kleinere
Teil geht nicht wählen. Die Abgeordneten werden weiterhin gerade dann
bearbeitet, wenn sie Wichtiges absegnen sollen. Das Abendblatt schreibt, was zu
meinen ist. Der größere Teil findet den Abgeordneten Wilfried Buss so nett wie
ich, und er findet seine Kollegin von der anderen Fraktion vielleicht noch
netter. Oder umgekehrt. Alle sind nett. Wie wär’s mit Wut, mit Wut wie einst? Springers Erben rufen wieder die Polizei, und vorm US-Konsulat steht bald eine Berliner Mauer, oder eine israelische. Die bemalen wir dann mit netten Bildern. T:I:S, 1. April 2006 Der gleiche Text ist zu finden bei tamm-tamm.info *Internationales Maritimes Museum HamburgPeter Tamms Museum wird im Hamburger Kaispeicher B errichtet. 2007 soll es eröffnet werden. Hier nützliche Links zur Orientierung über das Projekt des ehemaligen Generalbevollmächtigten von Axel C. Springer. Kriegsverherrlicher - über Tamm und sein Projekt Tamm-Tamm .pdf-Datei - die Broschüre der Hamburger Künstler-Initiative gegen das Projekt, Verlagsanzeige; Auszüge daraus (am besten kopieren und vergrößern) Tamm-Tamm.info - Die Web-Seite der Künstler-Initiative gegen das Projekt, mit Berichten der Künstlerinnen über ihre einzelnen Begegnungen mit den meisten der 121 Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten; mit Pressemeldungen, Interviews und neuesten Entwicklungen. Dr. Andreas Mattner - ein Bürgerschaftsabgeordneter ohne eigene Meinung zu Tamm Bei Scroogle
(= Google ohne Nachverfolgbarkeit durch Fremde) eingeben: tamm site:taz.de T:I:S, 31. März 2006 *Johannes Kahrs, Kandidat für den Deutschen Bundestag, findet, daß jedes Museum Hamburg bereichert - auch Peter Tamms Kriegsgeräteschau. (Brief vom 17. Juni 2005 an der Gewerkschaftlichen Arbeitskreis Frieden Hamburg) T:I:S, 15. August 2005 *Thomas Immanuel SteinbergKriegsverherrlicherAxel Springer, dessen Erben weiter Kioske und Briefkästen vollstopfen mit Hamburger Abendbatt, Bild, Welt und tausend anderen Blättern, die vor dem Bedrucken etwas wert waren, Axel Springer hat sich intern wiederholt abwertend über ihn geäußert: Peter Tamm sei ein "Dreckskerl" und ein "Rechtsradikaler". Nach Darstellung von Michael Jürgs erzählte Springer im vertrauten Kreis, Tamm, "dieser fürchterliche Erbsenzähler, dieser Deutschbulle, dieser verhinderte Admiral, höre doch tatsächlich im Auto auf dem Weg ins Büro stets Militärmärsche". Auf Unglauben im Umfeld stieß Springers Aussage, daß Tamm manchmal sogar das Horst-Wessel-Lied abgespielt habe. Peter Tamm hat eine Stiftung gegründet. Der hat die Freie und Hansestadt Hamburg einen riesigen Hafenspeicher geschenkt und 30 Millionen Euro dazu, damit Tamm als Alleinherrscher über die Stiftung das einst landeseigene Vermögen verbraten kann: in einem Kriegsmarinemuseum vollständig nach seinem Gusto. Die vorgesehenen Exponate sind zu 60 bis 70 Prozent Militaria - aus Tamms Besitz: Uniformen, Marinewaffen, Kriegsschiffmodelle und weiterer Plunder, übersät mit Hakenkreuzen, Hakenkreuzen, Hakenkreuzen. Bereits seit den 80er Jahren ist Tamm Miteigentümer von Verlagen, die während des Dritten Reichs Militärpropaganda herausbrachten. Auch heute noch werden in einem Verlag im Süden Hamburgs Werke veröffentlicht, die Kritiker von Tamm als kriegsverherrlichend einstufen - schreibt der NDR. Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck sieht kein Problem: "Ich kann mich wirklich nur beziehen auf seine jetzige Sammlungstätigkeit, und nicht auf seine Zeit als Medienmächtiger." Die jetzige Sammlung enthält folgende Stücke; sie gehören zu den Lieblingen von Tamm:
Vitrine in der Tamm-Villa an der Elbchaussee, die als vorläufiges See-Kriegsmuseum dient
Hitler (nicht Chaplin) hat Göring einen Stab (wie im Tamm-Museum) geschenkt. Zum großen Kreis der Befürworter des Tamm-Museums gehören nicht nur die meisten Bürgerschafts-Abgeordneten. Auch die ehemaligen SPD-Bürgermeister Henning Voscherau und Ortwin Runde und der Hindukuschverteidiger Struck stehen stramm vor Tamm, dem Springer-Konzern und dem ganzen deutschen Kapital. Sieg heil! T:I:S, 26. Juni 2005 Eine vorzügliche Broschüre über Tamm, die jüngere deutsche Marine-Geschichte und die Subordination angeblicher Demokraten unter den Nazi-Reliquiensammler ist erschienen, samt einer PowerPoint-Päsentation auf CD, für ganze 6 Euro: Tamm-Tamm. Eine Anregung zur öffentlichen Diskussion über das Tamm-Museum von Friedrich Möwe. GNN-Verlag, Neuer Kamp 25, 20359 Hamburg. ISBN 3-938372-03-6. Das Hakenkreuze-Bild ist der CD entnommen. siehe auch Dr. Andreas Mattner und Tamm-Tamm - Künstler informieren Politiker Anti Tamm *Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Inhalt Home nach oben
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