Peter Tamm

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Siehe auch  Dr. Andreas Mattner

 

Thomas Immanuel Steinberg

Der Eiserne Peter von Hamburg

Zur feierlichen Eröffnung des 30-Millionen-Steuer-Euro-teuren Seekriegsmuseums für Peter Tamm, den früheren Generalbevollmächtigten von Axel Springer im Hamburger Kaispeicher B, kam viel Uniform zusammen: im Speicher, unkommentiert, das kaiserliche Seekriegszeug und das der Hitlerschergen; vor dem Speicher Hamburger Polizei-Kampf-Dress und kriegsmarinierte Knöpfe.

 

 

 


Vorm Eingang zum Seekriegsmuseum links

 

Doch einer stoch alle aus: Peter Tamm im schmucken Jackett (altfranzösisch: jacque = Waffenrock). 

Zunächst kam Stoffumhülltes:

 


 

 


Der enthüllte Peter, hölzern, ein Sammelkriegsschiffchen in der Tasche, zwischen den Fingern die Zigarre, und den Kopf voller Weltmeer. Eisern soll der Peter erst noch werden.

Feld für Kunst hat den Peter geschnitzt, um eine alte Kriegstradition wieder zu beleben: den Eisernen Hindenburg. Hier der beeindruckende Vorgänger: 

 

 

 

Der Eiserne Hindenburg stand 1915 vor der Siegessäule in Berlin. Gegen eine Spende für das Deutsche Rote Kreuz durfte er genagelt werden, als Teil des "Kampfs an der Heimatfront".

 

Nun durfte auch der Hamburger Peter genagelt werden, gegen eine Spende von 5 Cent, fürs immer noch gleiche Deutsche Rote Kreuz. Und alle nagelten, während mancher Fotos und manche richtig schoß.

 

 

 

 

 

 

 

Auch größeres Kriegsgerät war dabei.

 

 


Viele starben den Heldentod. 

 

Unterdessen versuchten Seekriegsveteranen, unsern alten Kaiser Wilhelm wieder herbeizupfeifen, den mit dem langen Bart, ...

 

... zu Wasser 

 

... und zu Lande. 

 

 

Christiane Schneider, Hamburger Bürgerschaft, war dabei und prüfte die Friedensaussichten am Morgen des 25. Juni 2008: wechselhaft.

T:I:S, 25. Juni 2008. Alle Fotos: tofoto

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Keine Überraschung

Die Eröffnung des Hamburger Seekriegsmuseums steht bevor. Hartmut Ring von der GEW hat schon 'mal durchs Fenster geschaut. 

T:I:S, 15. Juni 2008

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Hansewurststadt

Für das Seekriegsmuseum mit der Nazi-Reliquien-Sammlung des Springer-Manns Peter Tamm hat die Freie und Hansestadt Hamburg einen Kaispeicher hergegeben und 30 Millionen Euro. Bekommen hat sie bisher nichts.

 Tamm-Tamm, T:I:S, 8. November 2007

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Die Hamburger Morgenpost 

macht in Konkurrenz zu Springer – mit einem ordentlichen Artikel über Peter Tamms Seekriegszeughaus.

T:I:S, 3. Januar 2007

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Thomas Immanuel Steinberg

Alle sind nett

 Ein Besuch beim Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Wilfried Buss 

Durch die breite Fensterfront seines Büros in der Barmbeker Pestalozzistraße sehe ich ihn herankommen, groß, schlank, im Pensionsalter wie ich. Der Bürgerschaftsabgeordnete Wilfried Buss lädt mich zu einer Tasse Kaffee ein, nicht aus dem Becher, sondern aus einer richtigen Tasse. 

Die Gewährung der Bürgerschaft von 30 Millionen Euro an die Stiftung Tamm – ohne Mitbestimmungsbefugnis der Bürgerschaft oder des Senats – sei nicht glücklich gewesen. Am Ende der letzten Legislaturperiode habe das Parlament unter Zeitdruck gestanden: Erhalt des Baudenkmals Kaispeicher B im Hafen plus Verbleib der Tamm-Sammlung in Hamburg; oder: Die Sammlung geht an einen Hafen-Konkurrenten, und der Kaispeicher muß ohne absehbare Nutzung restauriert und außerdem aus öffentlichen Mitteln unterhalten werden. Man habe schnell zugreifen müssen. 

Die  Künstlerinitiative sei im Recht. Zu den Nazi-Devotionalien des Peter Tamm an der Elbchaussee habe eine klare Aussage gefehlt. Die einzelnen Mitglieder der gegnerischen Fraktion, jetzt an der Regierung, hätten feige jede persönliche Stellungnahme zum Nazi-Kram verweigert. Da hätten die Künstlerinnen reagieren müssen. 

Ja, die Springer-Macht. Tamms Einfluß habe mit seinem Eintritt in den Ruhestand nicht aufgehört. Er, Buss, kenne keine provinziellere Presselandschaft in Deutschland als die Hamburgs. 

Jeder andere Träger bekomme sein Geld nur Zug um Zug von Hamburg. Tamms Stiftung dagegen habe zwei Tranchen à 15 Millionen Euro bereits erhalten, obwohl längst nicht alles verbaut sei. Die Zinsen, von Hamburg aufgebracht, flössen unterdessen der Tamm-Stiftung zu. Und für die geplante Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A sei die gleiche Stiftungsregelung getroffen. 

Wenn er auch Einiges mißbillige: An sich sei die Initiative gut. Die Bürger müßten was tun, sonst würden sich Tamms Parteigänger durchsetzen. 

Das finde ich auch und bedanke mich möglichst nett; auch unter Hamburgs Künstlern gebe es mehr als sieben Schwaben. Bei der Fahrt zurück ins Kontorhaushausviertel, auf dessen Chefetagen tatsächlich über die Barmbeker Steuereinnahmen entschieden wird, denke ich ans Volk. Der kleinere Teil geht nicht wählen. Die Abgeordneten werden weiterhin gerade dann bearbeitet, wenn sie Wichtiges absegnen sollen. Das Abendblatt schreibt, was zu meinen ist. Der größere Teil findet den Abgeordneten Wilfried Buss so nett wie ich, und er findet seine Kollegin von der anderen Fraktion vielleicht noch netter. Oder umgekehrt. 

Alle sind nett. Wie wär’s mit Wut, mit Wut wie einst? Springers Erben rufen wieder die Polizei, und vorm US-Konsulat steht bald eine Berliner Mauer, oder eine israelische. Die bemalen wir dann mit netten Bildern.

T:I:S, 1. April 2006

Der gleiche Text ist zu finden bei tamm-tamm.info

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Internationales Maritimes Museum Hamburg

Peter Tamms Museum wird im Hamburger Kaispeicher B errichtet. 2007 soll es eröffnet werden. Hier nützliche Links zur Orientierung über das Projekt des ehemaligen Generalbevollmächtigten von Axel C. Springer.

Kriegsverherrlicher - über Tamm und sein Projekt

Tamm-Tamm .pdf-Datei - die Broschüre der Hamburger Künstler-Initiative gegen das Projekt, Verlagsanzeige; Auszüge daraus (am besten kopieren und vergrößern) 

Tamm-Tamm.info - Die Web-Seite der Künstler-Initiative gegen das Projekt, mit Berichten der Künstlerinnen über ihre einzelnen Begegnungen mit den meisten der 121 Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten; mit Pressemeldungen, Interviews und neuesten Entwicklungen.

Dr. Andreas Mattner - ein Bürgerschaftsabgeordneter ohne eigene Meinung zu Tamm

Bei Scroogle (= Google ohne Nachverfolgbarkeit durch Fremde) eingeben: tamm site:taz.de
Zahlreiche informative Artikel werden aufgelistet.

T:I:S, 31. März 2006 

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Johannes Kahrs, Kandidat für den Deutschen Bundestag, findet, daß jedes Museum Hamburg bereichert - auch Peter Tamms Kriegsgeräteschau. (Brief vom 17. Juni 2005 an der Gewerkschaftlichen Arbeitskreis Frieden Hamburg)

T:I:S, 15. August 2005

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Thomas Immanuel Steinberg

Kriegsverherrlicher

Axel Springer, dessen Erben weiter Kioske und Briefkästen vollstopfen mit Hamburger Abendbatt, Bild, Welt und tausend anderen Blättern, die vor dem Bedrucken etwas wert waren, Axel Springer hat sich intern wiederholt abwertend über ihn geäußert: Peter Tamm sei ein "Dreckskerl" und ein "Rechtsradikaler". Nach Darstellung von Michael Jürgs erzählte Springer im vertrauten Kreis, Tamm, "dieser fürchterliche Erbsenzähler, dieser Deutschbulle, dieser verhinderte Admiral, höre doch tatsächlich im Auto auf dem Weg ins Büro stets Militärmärsche". Auf Unglauben im Umfeld stieß Springers Aussage, daß Tamm manchmal sogar das Horst-Wessel-Lied abgespielt habe. 

Peter Tamm hat eine Stiftung gegründet. Der hat die Freie und Hansestadt Hamburg einen riesigen Hafenspeicher geschenkt und 30 Millionen Euro dazu, damit Tamm als Alleinherrscher über die Stiftung das einst landeseigene Vermögen verbraten kann: in einem Kriegsmarinemuseum vollständig nach seinem Gusto. Die vorgesehenen Exponate sind zu 60 bis 70 Prozent Militaria - aus Tamms Besitz: Uniformen, Marinewaffen, Kriegsschiffmodelle und weiterer Plunder, übersät mit Hakenkreuzen, Hakenkreuzen, Hakenkreuzen.

Bereits seit den 80er Jahren ist Tamm Miteigentümer von Verlagen, die während des Dritten Reichs Militärpropaganda herausbrachten. Auch heute noch werden in einem Verlag im Süden Hamburgs Werke veröffentlicht, die Kritiker von Tamm als kriegsverherrlichend einstufen - schreibt der NDR.

Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck sieht kein Problem: "Ich kann mich wirklich nur beziehen auf seine jetzige Sammlungstätigkeit, und nicht auf seine Zeit als Medienmächtiger." Die jetzige Sammlung enthält folgende Stücke; sie gehören zu den Lieblingen von Tamm:

Vitrine in der Tamm-Villa an der Elbchaussee, die als vorläufiges See-Kriegsmuseum dient 

Hitler (nicht Chaplin) hat Göring einen Stab (wie im Tamm-Museum) geschenkt. 

Zum großen Kreis der Befürworter des Tamm-Museums gehören nicht nur die meisten Bürgerschafts-Abgeordneten. Auch die ehemaligen SPD-Bürgermeister Henning Voscherau und Ortwin Runde und der Hindukuschverteidiger Struck stehen stramm vor Tamm, dem Springer-Konzern und dem ganzen deutschen Kapital. Sieg heil! 

T:I:S, 26. Juni 2005   

Eine vorzügliche Broschüre über Tamm, die jüngere deutsche Marine-Geschichte und die Subordination angeblicher Demokraten unter den Nazi-Reliquiensammler ist erschienen, samt einer PowerPoint-Päsentation auf CD, für ganze 6 Euro: Tamm-Tamm. Eine Anregung zur öffentlichen Diskussion über das Tamm-Museum von Friedrich Möwe. GNN-Verlag, Neuer Kamp 25, 20359 Hamburg. ISBN 3-938372-03-6. Das Hakenkreuze-Bild ist der CD entnommen.

siehe auch Dr. Andreas Mattner und Tamm-Tamm - Künstler informieren Politiker 

Anti Tamm

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