Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Zur Rosa-Luxemburg-Stiftung siehe auch Bündnis gegen die Linke in Der Linken ... Siehe auch Diffamierung und Partei Die Linke. Ausführliche interne Linksammlung unter Israel

 

Islam- und Kommunistenhaß

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin / Helle Panke finanziert weiterhin Islam- und Kommunistenhasser. Für Ende Oktober 2010 hat sie Stephan Grigat zum Vortrag geladen über "Die wahnhafte Konkretisierung der abstrakten Destruktion. Von der Vernichtungsökonomie des NS zum islamischen Ummasozialismus". 

Älterer Schwurbel von Grigat unter NeoCons

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10rls.htm#Kommunistenhass            

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Susann Witt-Stahl

Alle Räder der „Finkelstein-Industrie“ stehen still, wenn ein starker deutscher Arm es will?

Der Autor Federico Saelzer nannte es in analyse & kritik (ak Nr. 548) eine „Zumutung, dem US-amerikanischen Politikwissenschaftler Norman Finkelstein in Deutschland „ein Podium zu bieten“. Eine Zumutung ist es aber vor allem für Finkelstein und andere internationale jüdische Linke, ständig den Diffamierungen und Verleumdungen durch (ex-)linke Deutsche ausgesetzt zu sein.

Schluss mit lustig – Norman Finkelstein habe „genug Publikum gehabt“, findet Federico Saelzer. Bevor er zu einer ausführlichen Maßregelung ungezogener jüdischer Linker ausholt, muss er aber noch den Verdacht loswerden, Finkelstein habe durch seine Kritik an der Instrumentalisierung der Shoah sicher viel Geld verdient. Was sollte den Sohn von Auschwitz- und Majdanek-Überlebenden auch sonst umtreiben als der Wunsch, aus dem größten Menschheitsverbrechen Profit zu schlagen?!

Über so viel deutschbefindliche Perfidie kann ein spanisch klingendes Pseudonym, hinter dem sich der ak-Autor verschanzt, nicht hinwegtäuschen. Daher fährt Saelzer wohl auch gleich fröhlich fort mit übler Polemik und allerlei Verleumdungen. Dabei bedient er sich der im Israel-und-USA-Fahnenschwenker-Milieu beliebten und den Judenhass banalisierenden Diffamierungstools: Die Produkte der von Saelzer so benannten „Finkelstein-Industrie“ seien „antisemitisch“ und die „Existenz Israels zur Disposition stellend“ behauptet er, ohne dafür einen Beleg zu liefern.[i]

Für die Einnebelung kritischer Rezipienten, die womöglich auch sensibel auf die Tatsache reagieren, dass immer häufiger linke Juden aus dem Täterland gemobbt werden, hält Saelzer hilfsweise noch eine faustdicke Lüge parat: Finkelstein habe seine Vorträge über die Folgen des Gaza-Krieges abgesagt, „nachdem verschiedenenorts Widerspruch laut wurde“. In Wahrheit waren ihm nach aggressiven Protesten und Drohungen von „antideutschen“ und anderen Neocons in vier Fällen, u.a. von der linksparteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS), die Veranstaltungsräume entzogen und damit praktisch ein Redeverbot erteilt worden.

Saelzer inszeniert sich als besonnener Beobachter. Er fordert, wie unter (anti)deutschen Linken – die es nach 89/90 gar nicht abwarten konnten, den Schlussstrich unter den „Halt’s Maul, Deutschland!“-Imperativ zu ziehen – üblich, mit dem vor bürgerlicher Kälte nur so strotzenden Zungenschlag eines Fallmanagers eine „konstruktive Debatte“ – und bitteschön „ohne Schaum vorm Mund“. Auch wenn im Nahen Osten gemetzelt, gefoltert, unterdrückt wird und das, wie Saelzer den Kritikern dieser verheerenden Zustände generös und im poplinken Jargon zugesteht, ja „so gar nicht geht“: Immer schön sachlich bleiben!

Diese Order gilt aber nur für die ständig an Israels Brachialgewaltpolitik herumnörgelnden Juden – keinesfalls für Saelzer. Denn der beschimpft Finkelstein lieber als „Berserker“, während er selbst fast überschäumt vor Wut, die er auf Finkelstein projiziert, um sie schließlich an ihm und Moshe Zuckermann auszulassen. Der israelische Historiker hatte in einem Junge-Welt-Artikel über „Stiftungen und Anstifter“ ans Tageslicht gebracht, was innerhalb der RLS seit Jahren wohlweislich gedeckelt wird: den wachsenden Einfluss „antideutscher“ und anderer Neocons auf die Politik der Stiftung.

Zwar verfolgt die RLS eine im Kern noch kapitalismuskritische, sozialistische Agenda. Aber das Forum, das sie Finkelstein und anderen jüdischen Linken entzogen hat oder immer seltener zur Verfügung stellt, bietet sie mittlerweile „antideutschen“ und anderen kulturrassistischen Muslim-Hassern, einen Erstschlag gegen den Iran beschwörenden Neomachiavellisten, gern auch Referenten an, die es auf antizionistische Juden abgesehen haben.[ii] Hauptsache, es sind Leute wie Saelzer, die das Wort Antiimperialismus nicht mehr ohne Anführungsstriche benutzen und lieber heute als morgen kurzen Prozess machen wollen mit dieser linken Altlast. Die sozialdemokratischen Linkspartei-Realos müssen den Antiimperialismus entsorgen, um so rasch wie möglich wehr- und damit regierungstauglich zu werden.

Wenn Saelzer Zuckermann für „seine jüngsten Ausfälle“ rügt, dann will er freilich damit suggerieren, jener sei schon lange als eine Art Krawallbruder berüchtigt. So ein schäbiges Vorgehen bedarf schon des Vorsatzes der Rufschädigung. Ist es doch immer wieder der von Saelzer gehässig als „rührig“ bezeichnete Zuckermann, der auch nach den massiven israelischen Völkerrechtsverletzungen während der Gaza-Offensive der deutschen Öffentlichkeit nüchterne Analysen anbietet und stets ressentimentgeladener Israelkritik konsequent entgegentritt.

Schlichtweg ein Täuschungsversuch ist es, wenn Saelzer behauptet, Zuckermann überführen zu können, in einem Aufsatz von 2001 eine andere Position zu Finkelstein vertreten zu haben: In Wahrheit hatte sich Zuckermann damals wie heute gegen ein Redeverbot für seinen Kollegen eingesetzt und ihn (zurecht!) für einige „problematische Thesen“ kritisiert.

Das ist eine Ambivalenz, die Saelzer nicht aushalten kann – kennt er doch offenbar nur das philoantisemitische Entweder-Oder, das ein Großteil der deutschen Linken von den „antideutschen“ Neocons übernommen hat. Für die gibt es nur richtige, mit dem Zionismus identifizierbare Juden, die man ausgiebig fetischisieren kann, und falsche israelkritische Juden wie Norman Finkelstein, dem man den Mund verbieten soll, weil er, nach Ansicht von Saelzer, ein „Polarisierer“ ist. Dass vor allem Saelzer einer ist, weil er das Engel-oder-Teufeljuden-Ideologem perpetuiert, merkt er nicht. Auch nicht, dass es nicht Finkelstein ist, der polarisiert, sondern die von ihm mit drastischen Worten beschriebenen Verhältnisse im Nahen Osten. Diese polarisieren, müssen und sollen polarisieren, weil sie mittlerweile so sehr polarisiert sind, dass sie zur (atomaren) Katastrophe kulminieren können.

Mit seinem Appell, den Polarisierer zu ächten und bloß nicht mehr „Öl in das ohnedies lodernde Feuer der Nahost-Debatte“ zu gießen, will Saelzer weismachen, dem infernalen Sein im Nahen Osten sei mit einem elysäischen Bewusstsein von diesem Sein in Deutschland beizukommen. Damit offenbart Saelzer ein Denken, das, wie Karl Marx es ausdrückte, „auf die Forderung hinausläuft, das Bestehende anders zu interpretieren, das heißt, es vermittels einer anderen Interpretation anzuerkennen“: pure Ideologie. Deutsche, die an Israel ohnehin bloß narzisstisch Vergangenheitsbewältigungskatharsis vollziehen, können sich diesen Falsches-Bewusstsein-Luxus leisten, für die Menschen in der Region kann er tödlich sein.

 Anmerkungen

[i] Zwei im Anhang seines Artikels angeführte und aus ihrem Kontext gerissene Finkelstein-Zitate belegen keine von Saelzers Behauptungen – sie indizieren lediglich seine manipulativen Absichten. In Finkelsteins Büchern, z.B. in „Antisemitismus als politische Waffe“, ist nachzulesen, dass er den Judenhass keineswegs propagiert, rechtfertigt oder verharmlost und sich keineswegs für die Beendigung der Existenz Israels, sondern für eine Zwei-Staaten-Lösung ausspricht.

[ii] Die RLS-Ferienakademie mit Neocons wie Thomas von der Osten-Sacken und Stephan Grigat, der die israelischen Kommunisten des „Aufklärungsverrats“ bezichtigt und ein Knesset-Verbot für „islamistische arabische Israelis“ fordert, ist nur die Spitze des Eisbergs. In einigen RLS-Dependancen, wie Hamburg und Bremen, treten bei den von ihnen geförderten Veranstaltungen häufig „antideutsche“ und andere Verteidiger der „westlichen Zivilisation“ (Kapitalismus) gegen die „islamische Gemeinschaftsideologie“ und „islamistische Internationale“ (RLS-Referent Udo Wolter) auf, die ähnliche Ansichten verbreiten: Beispielsweise Jungle-World-Autor Hannes Gießler, der die deutsche Asylpolitik begrüßt, weil sie „pragmatisch“ ist. Mit dabei auch „Islam-Expertin“ Claudia Dantschke. Neuerdings fühlt sie sich auch zur Juden-Expertin berufen und klagte in der Frankfurter Rundschau die in Neturei Karta organisierten ultraorthodoxen Juden als „Holocaust-Leugner“ an – eine Propagandalüge, für die Dantschke eine Unterlassungserklärung unterzeichnen musste. 

T:I:S, 21. April 2010. Federico Saelzers Artikel und Witt-Stahls Replik sind in analyse & kritik erschienen (nicht im Netz). Zu Saelzers Artikel siehe auch Der rote Teppich

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10rls.htm#Witt          

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Die Feigheit und Kleinkariertheit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Feigheit und Kleinkariertheit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der sie betreibenden Linkspartei werden offenbar durch die Tatsache, daß am 25. März 2010 Norman Finkelstein in der Harvard Law School über das israelische Massaker in Gaza referieren konnte, moderiert von Duncan Kennedy, Carter Professor of General Jurisprudence an der Harvard Law School.

Mitveranstalter waren das National Lawyers Guild HLS Chapter, die Alliance for Justice in the Middle East an der Harvard University und der Palestine Caucus an der Harvard Kennedy School.

Die Opportunisten, also die große Mehrheit in der Partei, darf sich in den Hintern beißen vor Ärger.

T:I:S, 26. März 2010 

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Thomas Immanuel Steinberg

Zum Monatsblatt analyse & kritik

Der rote Teppich

Die früher einmal beachtliche "Zeitung für linke Debatte und Praxis", ihr heutiger Name lautet "analyse & kritik", schreibt zur Ausladung von Norman Finkelstein durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung:

Anders als der rührige Moshe Zuckermann das im anti-israelischen Kampfblatt junge Welt fordert, kann es jedoch nicht Aufgabe von wie auch immer parteinahen Stiftungen und anderen Institutionen der politischen Bildung sein, einem Berserker wie Finkelstein einen roten Teppich auszurollen. Und dies nur, damit er noch eine Gallone Öl in das ohnedies lodernde Feuer der Nahost-Debatte gießt. Interessant wären hingegen Debattenbeiträge, die uns weiterbringen, neue Perspektiven eröffnen und die sich bei aller Kritik eines Mindestmaßes an Contenance befleißigen, also auf verschwörungstheoretische, antisemitische und die Existenz Israels zur Disposition stellende Ausfälle verzichten. (1) 

Doch ein gar merkwürdiger Berserker ist jener Finkelstein, der langsam spricht, oft schleppend, und immer klar. Fakten, nicht Verschwörungsfantasien entfaltet er vor dem Zuhörer, sorgfältig unterscheidet er zwischen Israelis, Zionisten und Juden; und bei den Zionisten nochmals zwischen Tzipi Livni und Benjamin Netanjahu einerseits, Uri Avnery und Richard Goldstone andererseits. Nicht Israel hat er je zur Disposition gestellt, sondern israelische Diskriminierung, Belagerung, Besatzung und Kriege dorthin gewünscht, wo sie hingehören: in den Orkus.

Seine Contenance verliert Finkelstein freilich immer dann, wenn einer ihm vorhält, 

er habe sicher mit der Kontroverse über sein umstrittenes Buch [Die Holocaust-Industrie] auch gut verdient - eine Art Finkelstein-Industrie, könnte man sagen. (a.a.O.)

Denn trotz Schützenhilfe durch Noam Chomsky und Raul Hilberg (nicht nur laut FAZ einer der bedeutendsten Köpfe der Holocaust-Forschung) ist dem von Fakultät und Studenten außerordentlich geschätzten Forscher und Lehrer Finkelstein von eben der Holocaust-Industrie, die er angeprangert hat, der Lehrstuhl an der DePaul University in Chicago verweigert worden. Er ist seitdem arbeitslos.

analyse & kritik höhnt weiter: 

Redeverbot für Finkelstein in Deutschland? Dass ich nicht lache: Es hätte Foren genug gegeben, die sich um Finkelstein gerissen hätten ... mit seinen Aussagen in einer Fernseh-Talkshow, die auf YouTube betrachtet werden kann, hätte er sicher auch beim Institut für Staatspolitik oder dem neuen sächsischen NPD-Bildungswerk reüssiert.

Die Zeitschrift gibt als Beleg aus, Finkelstein habe auf Future TV Libanon (Video, zehn Minuten, 20. Januar 2008) seine Solidarität mit der Hisbollah erklärt und gemeint, "Israel has to suffer a defeat", Israel müsse eine Niederlage erleiden. 

Doch Finkelstein stellt laut Video voran, und so erst wird seine Haltung verständlich: Die Hisbollah verdiene, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung, Solidarität. Die Sowjetunion unter Stalin, angegriffen und besetzt, habe, unabhängig von ihrer Brutalität, einst ebenfalls Solidarität verdient – und von den Westmächten auch Solidarität erfahren. Nicht anders die ebenfalls brutale französische Résistance. Sie war ebenfalls zu unterstützen. Auch dem unbeugsamen Besatzer-Staat Israel sei nur durch eine Niederlage beizukommen. (2)

Damit also hätte Finkelstein bei der NPD reüssiert? 

Einer Replik der libanesischen Gesprächspartnerin hält Finkelstein entgegen: Natürlich wolle jeder leben – aber doch besser aufrecht als auf Knien. Er könne für die Libanesen nicht entscheiden, ob sie den US-amerikanisch gedeckten israelischen Angriffen widerstehen oder lieber zu Kreuze kriechen wollten. Auch die Résistance habe nur aus Wenigen bestanden. Die meisten Franzosen hätten sich nicht in den lebensgefährlichen Kampf geworfen und stattdessen den Besatzern gehorcht.

Und dann sagt Finkelstein den Satz, den analyse & kritik kontextfrei zitiert, kontextfrei, damit er sich bizarr anhört: "Even Hitler didn't want war. He would much prefer to have accomplished his aims peacefully if he could"; selbst Hitler habe keinen Krieg gewollt. Er hätte es bei weitem vorgezogen, seine Ziele friedlich zu errreichen, wenn er gekonnt hätte.

Schließlich legt Finkelstein den Libanesen etwas nahe, was analyse & kritik nicht zitiert, der Autor aber im Kopf gehabt haben dürfte, als er schrieb, es sei nicht Aufgabe der Rosa-Luxemburg-Stiftung, "einem Berserker wie Finkelstein einen roten Teppich auszurollen": 

Die Libanesen mögen doch dem US-Präsidenten George W. Bush (dessen Staatsbesuch gerade anstand) keinen roten Teppich ausrollen.

analyse & kritik tut es, in nacheilendem Gehorsam.

T:I:S, 24. März 2010

Anmerkung

(1) Federico Saelzer: Ohne Schaum vorm Mund. analyse & kritik, Jahrgang 40, Nr. 548 vom 19. März 2010, S. 34, nicht online. Der frühere Name war "Arbeiterkampf".

(2) Finkelstein sollte Recht behalten. Ein Jahr später überfielen die israelischen Verteidigungsstreitkräfte Gaza und massakrierten kampflos 1400 Bewohner. Hitler ließ am 26. April 1937 in der baskischen Stadt Guernika 300 Menschen verbrennen, zerfetzen und erschießen. Auch dieses Massaker diente der Erprobung von Waffen. Friedensratschlag    

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Moshe Zuckermann

Von Stiftungen und Anstiftern

Zur aktuellen Kontroverse um Norman G. Finkelstein

junge Welt, 3. März 2010. Weitere Erklärungen und Artikel beim Friedensratschlag; von Ali Fathollah-Nejad: Germany's Fear of Finkelstein. Monthly Review, 1. März 2010; und Schattenblick. T:I:S, 8. März 2010. 

Of Foundations and Instigators: On the current controversy surrounding Norman G. Finkelstein in Germany. Zuckermanns Beitrag in der Übersetzung von Susanne Schuster auf tlaxcala. T:I:S, 18. März 2010

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35 Stipendiatinnen der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Stiftung hat Kritik an der israelischen Regierungspolitik verhindert

An
Heinz Vietze und Florian Weis
Rosa Luxemburg Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1
D-10243 Berlin

Lieber Heinz Vietze, lieber Florian Weis,

mit Empörung und Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass Ihr die Raumzusage für Professor Norman Finkelstein in der Rosa-Luxemburg-Stiftung zurückgenommen habt. Schlußendlich hat Professor Finkelstein dann seine Deutschlandreise abgesagt, da er nicht wollte, dass eine Diskussion über seine Person die inhaltliche Auseinandersetzung überschattet.

Schon bei der letzten Ferienakademie gab es massive Konflikte um den Nahen Osten – die Einladung von Sebastian Voigt, Stephan Grigat und Thomas von der Osten-Sacken wurde von vielen Stimmen als einseitig und dem Charakter der Rosa-Luxemburg-Stiftung als linker, pazifistischer Stiftung nicht entsprechend kritisiert. Damals wurde die Einladung, trotz massiver Proteste – auch seitens der StipendiatInnen der RLS – nicht zurückgenommen.

Damit wurde einer einseitigen Haltung im Nahostkonflikt im Rahmen der Rosa-Luxemburg-Stiftung Raum gegeben. Nun wurde sogar einem Kritiker der israelischen Regierung Zutritt zu den Räumen der RLS verwehrt. Damit wurde eine plurale Kontroverse zu dem Thema verhindert. Wir nehmen dies als einseitige Parteinahme wahr. Das kritisieren wir als StipendiatInnen aufs Schärfste.

Wir wissen, dass Norman Finkelsteins Positionen nicht unumstritten sind – aber darum geht es hier nicht. Dem Druck derer nachzugeben, die Finkelstein – dessen Eltern in den Konzentrationslagern der Faschisten gelitten haben – de facto zu einem Antisemiten erklären, halten wir aber für fatal. 

Wenn die RLS weiterhin Kritik an der israelischen Regierungspolitik im Rahmen der Stiftung verhindert, läuft sie Gefahr, ihren Charakter als Ort linker Auseinandersetzungen und Kontroversen zu verlieren. 

Mit solidarischen Grüßen

Tobias Pflüger, Katharina Dahme, Claudia Haydt, Sascha Wagener, Mike Nagler, Sophie Dieckmann, Daniel Behruzi, Friederike Benda, Florian Wilde, Sebastian Zehetmair, Marcel Bois, Jenny Morín Nenoff, Norbert Müller, David Noack, Marwa Al-Radwany, Kai Kretzschmar, Simon Zeise, Claudia Sprengel, Serap Balli, Malte Fiedler, Julia Dück, Jens Wernicke, Jannis Chasoglou, Teresa Zeckau, Cano Turan, Pia Probst, Ernesto Klengel, Pazhareh Heidari, Kevin Reißig, Sarah Nagel, Reinhold Uhlmann, Jens Gaitzsch, Lev Lhommeau, Robert Blättermann, Ole Vincent Guinand

T:I:S, 1. März 2010

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NeoCons

Antikommunisten, Islamhasser und Kulturrassisten in der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS)

Stephan Grigat mit Schwurbel für Angriffskriege:

"Solange die emanzipative Überwindung von Staat und Kapital keine Aussicht auf Erfolg hat, gilt es, kritische Theorie als entfaltetes Existenzialurteil zu betreiben (vgl. Horkheimer 1937: 201) und an einem materialistisch zu interpretierenden zionistischen kategorischen Imperativ festzuhalten: alles zu tun, um die Möglichkeiten reagierender und präventiver Selbstverteidigung des Staates der Shoahüberlebenden aufrecht zu erhalten." Stephan Grigat: Befreite Gesellschaft und Israel. Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Zionismus.  Café Critique 2006. Als Referent bei der RLS 

Thomas v. der Osten-Sacken.  Als Referent bei der RLS 

Sebastian Voigt vom jüdelnden Bundesarbeitskreis Shalom in der Linksjugend (Die Linke):

"Ebenso gibt es im Irak keinen 'Widerstand'. Was es gibt, sind Terroristen, die wahllos möglichst viele Zivilisten ermorden wollen." Sebastian Voigt: Essentials der Antisemitismuskritik, Interventionen / Conne Island, März 2008. Als Referent bei der RLS

Udo Wolter, Partei Die Linke. Als Referent bei der RLS, .pdf-Datei

T:I:S, 24. Februar 2010. Wird fortgesetzt

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Hinweise

NeoCons in der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Rosa Luxemburg Stiftung site:steinbergrecherche.com - Google Search

1. Diffamierung

"Die Rosa-Luxemburg-Stiftung also hat jetzt die dreißig Silberlinge im Beutel, ... Rosa-Luxemburg-Stiftung sagt Berliner Veranstaltung mit Finkelstein ab ..."
www.steinbergrecherche.com/10diffamierung.htm

2. Partei Die Linke

"Jemand, der in der linksparteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung ausführlich zu ... Nun allerdings gehörten die Rosa-Luxemburg-Stiftung und damit die Partei Die ..."
www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm

3. Bundeszentrale für politische Bildung

"Horst Helas von der Rosa-Luxemburg-Stiftung hat Ahmadinedschad zitiert ... Korrespondenz mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Link zum Artikel mit ..."
www.steinbergrecherche.com/08bpb.htm

4. 20100217RLSAbsageFinkelstein

"Rosa-Luxemburg-Stiftung zieht Raumzusage für geplante Veranstaltung ... Dazu erklären der Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ..."
steinbergrecherche.com/20100217RLSAbsageFinkelstein.doc

5. Christiane Schneider, MdBü, Hamburg

"Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg, Parteistiftung Der Linken, gibt Christiane Schneider Gelegenheit, sich zu erklären. Die Stiftung will am 1. ..."
www.steinbergrecherche.com/10christianeschneider.htm

6. 20100217VerlegerZu RLSAbsage Finkelstein

"Nun hat heute auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung (der Linken) ihre Zusage, ihrerseits die Veranstaltung am 26.2. durchzuführen, zurückgezogen. ..."
www.steinbergrecherche.com/20100217VerlegerZu%20RLSAbsageFinkelstein.doc

7. 20100217BraeutigamAnRLS

"laut Ihrer MEDIENINFORMATION 2010/01 hat die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihre Raumzusage für einen Vortrag von Norman G. Finkelstein unter dem ..."
steinbergrecherche.com/20100217BraeutigamAnRLS.doc

8. Friedensjuden

"Februar 2010 um 19:00 Uhr in der Rosa-Luxemburg-Stiftung e.V. Seminarraum 1, Franz-Mehring-Platz 1,(S-Ostbahnhof oder U -Weberwiese), 10243 Berlin ..."
www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm

9. Aufruf Keine Förderung von rassistischen und imperialistis…

"In der Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) vollzieht sich gegenwärtig eine besorgniserregende ..... sehr geehrte Damen und Herren der Rosa Luxemburg Stiftung, ..."
www.steinbergrecherche.com/20090713diesuperdeutschen.pdf

10. Rolf Verleger

"April 2008 auf einer Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung,. daß das sogenannte Jüdische an dem sich für jüdisch ausgebenden zionistischen Staat, ..."
www.steinbergrecherche.com/08verleger.htm

11. Montag

"September 2001 in New York City und während des Krieges gegen das Baath-Regime im Irak, blieb auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung nicht verschont. ..."
www.steinbergrecherche.com/20090602rosaluxworkshop.rtf

12. Linker Frieden

"Murat Çakir leistet heute Presse- und Medienarbeit für die Rosa-Luxemburg- Stiftung, die Parteistiftung Der Linken. T:I:S, 20. Februar 2008 ..."
www.steinbergrecherche.com/linkerfrieden.htm

13. Die Anti-Linken

"... Linkspartei; Christiane Schneider; Hohmann-CDU; christliche Fundamentalisten ; Lockheed Martin; Blackwater; Ferienakademie der Rosa Luxemburg Stiftung; ..."
www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm

14. Iran

"die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Stiftung Der Linken. die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), siehe Karl Rössel, 29.01.08 12:58 an Arbeiterfotografie, ..."
www.steinbergrecherche.com/iran.htm

 T:I:S, 24. Februar 2010

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