Diffamierung

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Mehr zu den Diffamierungskampagnen unter NATO, Partei Die Linke, Judäophobie, Benjamin Weinthal, Neokonservativismus, Friedensjuden, Hasbara - Zionistische Propaganda, Christiane Schneider, MdBü, Hamburg, Zionistische Provokationen, Rosa-Luxemburg-Stiftung und passim. Umfangreiche interne Linksammlung unter Israel

Calomniez, calomniez, il en restera toujours quelque chose...

Willkommen im Klub

The truth is that like many liberal American Jews — and most American Jews are still liberal — I basically avoid thinking about where Israel is going. It seems obvious from here that the narrow-minded policies of the current government are basically a gradual, long-run form of national suicide — and that’s bad for Jews everywhere, not to mention the world. But I have other battles to fight, and to say anything to that effect is to bring yourself under intense attack from organized groups that try to make any criticism of Israeli policies tantamount to anti-Semitism. 

Paul Krugman, New York Times, 24. April 2012

Kommentar

Organisierte Gruppen verhindern, daß der Staat Israel vor seinem Selbstmord gewarnt wird. Die dennoch warnen, werden als Judenhasser diffamiert. Krugman zeigt den Zusammenhang auf, allerdings ohne Günter-Grass'sche Larmoyanz.

Er könnte einen Schritt weiter gehen und jüdische Identität – noch besser: Identität generell – in Frage stellen, siehe Schnipsel

T:I:S, 25. April 2012

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10diffamierung.htm#Willkommen     

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Thomas Immanuel Steinberg

US-NeoCon-Kampagne gegen Liberals

Antisemitismus-Vorwürfe und Kriegstimmungsmache

Glenn Greenwald, ein US Liberal, Star auf Salon.com, beschreibt ausführlich die jüngste Hetzkampagne der NeoCons von AIPAC, Simon Wiesenthal Center, Washington Post und Jerusalem Post gegen jüngere Liberals vom Center for American Progress (CAP) and Media Matters (MM). CAP und MM stehen der Demokratischen Partei nahe.

Gründe für die Hetzkampagne sind laut Greenwald

1. wachsende Spannungen mit dem Iran, die viele der Ankläger verzweifelt in Krieg übergehen sehen wollen und 2. wachsende Freiheit unter Mainstream-Experten und sogar Establishment-Democrats beim Kritisieren der israelischen Regierung und der heimischen Israel-Lobby 

(1) increasing tensions with Iran, which many of these accusers desperately want to see devolve into war and (2) increasing freedom among mainstream pundits and even establishment Democrats to criticize the Israeli government and the domestic Israel Lobby

Führend in der mit Antisemitismus-Vorwürfen gespickten Kampagne ist offenbar Josh Block, ehemaliger Pressesprecher von AIPAC ("America's Pro-Israel Lobby"). Was jemanden angeblich zum Antisemiten macht, hat Block auf Politico erläutert:

Als fortschrittlicher Democrat bin ich überzeugt, daß zu einem so wichtigen Thema wie dem USA-Israel-Bündnis und der Bedrohung durch das iranische Nuklear-Programm kein Raum ist für Grobsprech und Schimpfwörter wie "Israel Firster" [etwa: Israel-Zuerst-Heini, T:I:S] oder "Likudnik". Und eine politische Linie oder Sprechweise, die israelfeindlich ist oder nahelegt, daß der Iran kein Atomwaffenprogramm hat, so etwas hat keinen Platz im Mainstream-Diskurs der Demokratischen Partei. Ich meine auch, daß, wenn das vorkommt, daß dann fortschrittliche Einrichtungen die Pflicht haben, solch eine Sprache oder solche Auseinandersetzungen nicht zu dulden. 

As a progressive Democrat, I am convinced that on issues as important as the US-Israel alliance and the threat posed by Iran’s nuclear program, there is no room for uncivil discourse or name calling, like ‘Israel Firster or ‘Likudnik’, and policy or political rhetoric that is hostile to Israel, or suggests that Iran has no nuclear weapons program, has no place in the mainstream Democratic party discourse. I also believe that when it occurs, progressive institutions, have a responsibility not to tolerate such speech or arguments.

Zielscheibe  der NeoCon-Hetze, schreibt Greenwald, sind nicht die etablierten, allmählich israel-kritischer werdenden Kolumnisten, wie zum Beispiel Thomas L. Friedman von der New York Times oder Joe Klein vom Time Magazine. Dazu seien diese Stars

zu geschützt (nicht zu reden davon, daß sie zu jüdisch und zu israel-ergeben sind), als daß sie mit Antisemitismus-Verleumdungen klein gemacht werden könnten (obwohl allerdings auch das versucht wurde). 

too protected (to say nothing of being too Jewish and too devoted to Israel) to bring down with anti-Semitism smears (though they  certainly  have  tried).

Nein,

stattdessen zielen sie auf junge, verhältnismäßig unbedeutende Autoren, besonders solche mit Namen wie Zaid Jilani oder Ali Gahrib; an ihnen soll ein Exempel statuiert werden. Ein wahrhaft widerliches Schauspiel ist das: Diese jungen Kommentatoren, die sich textlich alle durchaus im Rahmen der Mainstream-Meinung zu Israel bewegen, werden früh in ihrer Laufbahn öffentlich als Antisemiten verleumdet, als Teil einer abgestimmen, andauernden und von Josh Block geplanten Kampagne, die dann von zahlreichen Journalisten großer Medien durchgezogen wird, gefördert und begünstigt von jüdischen Gruppen, die ihre Glaubwürdigkeit opfern, um eine Debatte zu unterdrücken.

Die Ankläger wissen, daß der Arbeitgeber der jungen Leute, das Center for American Progress (CAP), weil abhängig sowohl vom Zugang zum Weißen Haus als auch von jüdischen Geldgebern, es sich schlecht leisten kann, als anti-israelisch und antisemitisch beschimpft zu werden, egal, ob die Behauptungen zutreffen oder nicht. Und genau deshalb tun sie's: weil sie spüren: Diesen jungen CAP-Autoren (die bezeichnenderweise nichts zur eigenen Verteidigung von sich haben hören lassen, seit die Beschuldigungen aufkamen) kann Rufmord ihre berufliche Entwicklung zerstören.

So what they do instead is target young, relatively obscure writers — especially ones with names like “Zaid Jilani” and “Ali Gahrib” — in order to make an example of them. This is a truly disgusting spectacle: these commentators — all of whom are writing well within the range of mainstream opinion on Israel — are being publicly smeared early in their careers as anti-Semites as part of a coordinated, ongoing campaign planned by Josh Block and carried out by numerous journalists with large media platforms, and aided and abetted by Jewish groups trading on their credibility to suppress debate.

These accusers know that their institutional employer (CAP) — dependent both upon White House access and funding by Jewish donors — can ill-afford to be smeared as anti-Israel and anti-Semitic regardless of whether those allegations are valid or not. And that’s exactly why they’re doing it: because they sense that these young CAP writers in particular (who, revealingly, have not been heard from in their own defense since the accusations against them were first voiced) are vulnerable to character assassination and career destruction.

Kommentar

Die von Greenwald und anderen Autoren beschriebene Rufmordkampagne, siehe Justin Raimondo und Philip Weiss (lesenswert), folgt einem ähnlichen Muster wie zahlreiche NeoCon-Kampagnen gegen Friedensfreunde in Deutschland, Frankreich und Israel. Ein paar Fälle: 

die Kampagne gegen Goldstone, Finkelstein, Hermann Dierkes und andere

Es riecht nach Diensten und ihren PR-Ablegern

"Warum Israel" - Vom Eklat zum Event

Eine unerträgliche Erpressung

Die Auschwitz-Keule über Avignon

Gefälligkeitsurteil für Scharon.

Zielscheibe sind häufig im bürgerlichen Sinne schwache Gegner, also krankheitsbedingte Frührentner oder mittellose Sonderlinge; oder solche, deren Ansehen geschwächt oder deren Aussichten vernichtet werden können: auftragsabhängige Freiberufler, rufabhängige Hochschullehrer, nicht abgesicherte Politiker, Angestellte in Tendenzbetrieben.

Sobald entweder die Vernichtung des Gegners erreicht ist oder er sich als wirtschaftlich und ansehensmäßig unerschütterbar erwiesen hat, lassen die Kampagnenführer von ihm ab, und der Tross trottet ihnen nach, zum nächsten Opfer.

Die Kampagnenopfer, des Antisemitismus oder der Diktatoren-Sympathie geziehen, begehen häufig den Fehler, die Schmähung widerlegen zu wollen. Doch routinierte Schmäher verdächtigen ihre Zielpersonen gar keiner greifbaren Tat, sondern einer nicht greifbaren Gesinnung, und sie setzen gegebenenfalls noch eins drauf nach dem Motto: Wer sich verteidigt, klagt sich an. 

Ein Gesinnungsverdacht läßt sich prinzipiell nicht ausräumen. Wer öffentlich der Pädophilie geziehen worden ist, egal, was er je getan oder unterlassen hat, braucht sich nicht mehr zu bewerben, schon gar nicht als Erzieher.

Wer geschmäht wurde, kann zurückschmähen, was das Klima weiter versaut und die Klatschkolumnisten nährt; oder versuchen, die Schmäher bei Lügen zu ertappen. Letztlich Wirkung entfalten würde nur Enteignung, siehe Enteignet Springer.  

T:I:S, 21. Januar 2012. Beispiele dafür, wie linkisch und läppisch sich die Linkspartei zu Gesinnungsvorwürfen verhält, unter Partei Die Linke

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10diffamierung.htm#US         

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Erfreulich

Der Internetauftritt des Landesarbeitskreises (LAK) Shalom der Linksjugend ['solid] Hamburg, ein neokonservativer Hetz-Blog, ist gesperrt

T:I:S, 26. Oktober 2011. Zu den Praktiken dieser und größerer Cliquen in und außerhalb Der Linken siehe besonders Die Kampagne.

Ergänzung

Der Auftritt ist wieder online. Statt der bisherigen Diffamierungen wird nun auf anonyme Blogs verlinkt, die die Diffamierungen gespiegelt haben.

T:I:S, 2. November 2011 

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10diffamierung.htm#Erfreulich        

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Judenschweine-Breitenberger!

Das hat Jakob Augsteins Freitag nicht verdient

Außerdem: Wer erklärt Michael Breitenberger den Unterschied zwischen "scheinbar" und "anscheinend"? 

Außerdem noch: Wenn eine Wochenzeitung ein Forum hat, ist es dann ihrs oder seins? Judenschweine-Breitenberger, was meinen Sie?

Mehr zur Lüge Hamburger Antilinker, Verteidiger des Kulturzentrums B5 hätten sie Judenschweine genannt, hier.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10diffamierung.htm#Breitenberger           

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Thomas Immanuel Steinberg

Dumm, faul und pädophil

Christian Bommarius wiederholt in der Frankfurter Rundschau / Berliner Zeitung alle Diffamierungen der Gegner der israelischen Staats- und Regierungspolitik in der Partei Die Linke

Im moribunden Gebilde Berliner Zeitung / Frankfurter Rundschau schlägt Christian Bommarius mit der Antisemitismus-Keule um sich. Er wiederholt alle diffamatorischen Lügen, Entstellungen und Verkürzungen der letzten Monate zum Thema Israel und Partei Die Linke.

Schlau ist das. Schließlich gehört Bommarius zur Redaktion des Doppelblatts, in der die Stühle wackeln. Gar nicht dumm also, daß er sich diesen vollgesudelten Bierdeckel unters Stuhlbein schiebt.

Bommarius ist auch nicht faul. In seinem 5000-Zeichen-Artikel bringt er mit Fleiß nahezu alles unter, was in der Linkspartei noch einen Funken Anstand besitzt, nämlich 

Stefan Ziefle, bei SteinbergRecherche hier, Christine Buchholz, bei SteinbergRecherche hier, Inge Höger, bei SteinbergRecherche hier und hier, Hermann Dierkes, bei SteinbergRecherche hier und passim, und die sogenannten Sitzenbleiberinnen im Bundestag, bei SteinbergRecherche hier.

Auch fehlt jeder Hinweis darauf, daß Bommarius pädophil ist. Das wäre völlig aus der Luft gegriffen, ebenso wie die Kommunistische Plattform in Der Linken heiße Luft eingesogen und wieder hat fahren lassen, als sie in all ihrer Dummheit und Faulheit vermitteln wollte, Stefan Ziefle hasse Juden.

Die Hinterhältigkeit der Kommunistischen-Plattform-Masche hatte ich so paraphrasiert:

Alle Erfahrung lehrt: Wird jemandem Judenhaß vorgeworfen, so springt er vielleicht über das Stöckchen und beteuert, er sei kein "Antisemit". Aber, so tönt es dann zurück, das sagen sie alle, diese Judenhasser. Soll er doch mal beweisen, daß er keiner ist , hah, hah. Und irgendwas wird schon hängen bleiben. 

Außerdem ist "Antisemit" heutzutage ein prima Hingucker.

Die Kommunistische Plattform ist pädophil. Bestimmt wissen Sie... mit kleinen Jungs und so. Ich habe zwar überhaupt keinen Beleg dafür, aber vielleicht springen die drei Autoren ja über das Stöckchen und beteuern, sie seien keine "Kinderschänder". Erwischt, ruf' ich dann, das sagen sie alle, diese Pädophilen. Sollen sie doch mal beweisen, daß sie keine sind. Und irgendwas wird schon hängen bleiben. 

Außerdem ist "Kinderschänder" heutzutage ein prima Hingucker, nicht wahr, liebes Publikum?

Die Kommunistische Plattform ist leider nicht über mein Stöckchen gesprungen, wohl aber Bierdeckelschieber Christian Bommarius:

Der Vorstand der Linken beteuert, die Partei habe kein Problem mit dem Antisemitismus. Das Schlimmste wäre, sollte sich die Versicherung als wahr erweisen und die Partei damit tatsächlich kein Problem haben. Doch hat sie eines. Von seiner Größe kann sich jeder durch einen Blick in die einschlägigen Internetforen überzeugen, auf denen der Streit über das Problem inzwischen als Rufmord-Massaker mittels Totschlagparolen ausgetragen wird („Dumm, faul und pädophil“).

Danke, danke, lieber Profi-Kollege, für diese goldene Ehrennadel. Sollten Sie aber haben suggerieren wollen, ich, Betreiber von SteinbergRecherche, sei Mitglied der versifften Linkspartei, so nehmen Sie sich in acht: Diese Infamie könnte Ihnen eine Klage wegen übler Nachrede einbringen.

T:I:S, 22. Juni 2011. Zu Bommarius auch Sabine Schiffer: Abschreibjournalismus und die Bagatellisierung des Antisemitismus, 22. Juni 2011, .doc-Datei

Hinweise

Henryk M. Broder verbreitet, er werde der Pädophilie verdächtigt. Siehe auch Henryk M. Broder. T:I:S, 9. November 2011

Christian Bommarius, keineswegs pädophil, aber schlau und fleißig, findet nicht überraschend, wo der Stahl gehärtet wurde:

Es ist auch nicht überraschend, dass alle sechs Bundestagsabgeordneten, die den Aufruf „Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“ unterschrieben haben, westdeutsche Politiker sind, die meisten von ihnen in kommunistischen Gruppen gestählt und in Antisemitismus gehärtet.

Frankfurter Rundschau, Leitartikel, 13. Januar 2012. T:I:S, 15. Januar 2012

Kaum kriecht eine längst widerlegte Lüge aus dem Kot, schon sudelt Christian Bommarius damit in der Frankfurter Rundschau herum. Der Mann hat das Zeug zum Verteidigungsminister. Hier eine Bommarius-Lüge vom Juni 2011 über Entebbe 1976

Der Deutsche Wilfried Böse selektierte die jüdischen Geiseln, alle Nicht-Juden durften gehen.

In Wahrheit war der Paß entscheidend: Die französische Crew und die Inhaber israelischer Pässe wurden als Geiseln festgehalten, um die französische  und die israelische Regierung erpressen zu können, die übrigen Flugzeuginsassen, egal ob Juden oder Nichtjuden, wurden freigelassen, siehe Judäophobie.

T:I:S, 25. Januar 2012

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Stefan Ziefle 

Ist Kritik an Israel antisemitisch?

Eine Antwort auf die Vorwürfe gegen meinen Vortrag

Ziefles Antwort, .pdf-Datei, 12. Juni 2011 

Ergänzend teilte Stefan Ziefle per Mail am 15. Juni 2011 mit:

Zur nationalen Befreiungsbewegungen habe ich anscheinend eine andere Position als die meisten anderen in der Linken. Für mich ist nicht die Farbe der Fahne wichtig, sondern die Verankerung und Bedeutung bei den Unterdrückten und die objektive Stellung zum Imperialismus. 

Dass Hamas weder links noch konsequent antiimperialistisch ist (letzteres ergibt sich eigentlich aus ersterem, das wäre immer mein erster Ansatz einer immanenten Kritik), ist kein Geheimnis. Nichtsdestotrotz entscheiden die Palästinenser immer noch selbst, wen sie in ihrem Kampf um Befreiung unterstützen, das ist nicht unser Job. Und das betrifft auch die Wahl der Mittel.

T:I:S, 15. Juni 2011. Siehe auch Versiffte Linkspartei

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10diffamierung.htm#Ziefle         

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Thomas Immanuel Steinberg

Versiffte Linkspartei

Die Kommunistische Plattform ist dumm, faul und pädophil

Die Kommunistische Plattform ist ein offen tätiger Zusammenschluß von Kommunistinnen und Kommunisten in der Partei Die Linke. In ihrem Namen haben Ellen Brombacher, Kurt Gutmann und Dr. Friedrich Wolff unter dem Titel 

"Entschieden gegen Antisemitismus" – aber nicht so!

über Stefan Ziefle, einen Mitarbeiter der Linksfraktion im Bundestag, geschrieben:

Am 21. November 2010 hielt Stefan Ziefle, Mitarbeiter in der Bundestagsfraktion, eine Rede auf einem Kongress des Netzwerkes marx21. Undementiert blieben bisher Veröffentlichungen im Internet – z.B. unter reflexion.blogsport.de –, in denen es u.a. heißt, dass der israelische Staat eine Konsequenz aus der Shoah sei, sei (für Ziefle) »Blödsinn«. Des Weiteren verglich Ziefle den Zionismus, der »eine völkische Ideologie« darstellen würde, mit dem Nationalsozialismus, der angeblich auf die gleichen Traditionslinien zurückblicken könne. Unglaublich seine Bemerkung – es sei wiederholt: ein Dementi ist nicht auffindbar –, die Forderung »alle Juden ins Meer zu schmeißen« sei kein Antisemitismus. Derartige Forderungen hielte er zwar für »verkürzt«, ohne ihnen allerdings die Berechtigung absprechen zu wollen, weil sie lediglich eine Konsequenz der (angeblichen) Unterdrückung durch den israelischen Staat darstellen würden.

Kurz: Ziefle habe judäophobes Zeug geschwätzt.

Dumm

Als Quelle geben die Autoren die Internetseite reflexion.blogsport.de an, anonym betrieben von sogenannten Antideutschen, also Anti-Linken und Anti-Kommunisten. Diese Quelle dienen die Autoren ihren linken, ihren kommunistischen Lesern an, um Ziefles angebliche Judäophobie zu belegen.

Das ist, wenn nicht gar perfide, so doch mindestens dumm.

Faul

Der von der Kommunistischen Plattform zitierte antideutsche Bericht über Ziefle findet sich unter http://reflexion.blogsport.de/2011/06/03/die-thesen-des-stefan-ziefle/ . Er bezieht sich auf Ziefles Vortrag vom 21. November 2010; als Video, 39 Minuten, sowohl unter http://vimeo.com/17116406 als auch unter http://marx21.de/content/view/1273/32/.

Hätten sich die Kommunistische-Plattform-Autoren den Vortrag angeschaut, so wäre ihnen, wie jedem Zuschauer, klar geworden: Der antideutsche Bericht über den Vortrag strotzt vor Lügen, Verdrehungen und hinterhältigen Verkürzungen. Er soll vermitteln: Ziefle haßt Juden. 

Wahr ist: Ziefle spricht holperig; sein Verständnis von der Hamas als befreiungsbewegt und daher unterstützenswert, ist abzulehnen; und er verspricht und verhaspelt sich. Gelogen ist, daß er sich judäophob geäußert habe.

Die drei Plattform-Autoren – mindestens einer ist Vollakademiker – haben die Mühe gescheut, sich den Vortrag anzuschauen. 

Sie sind, wenn nicht gar perfide, so doch mindestens faul. 

Hätte Ziefle das eindeutig in diffamatorischer Absicht hingesudelte anonyme Geschmiere der Antideutschen tatsächlich Lüge für Lüge dementieren sollen, wie die Kommunistische Plattform nun einzuklagen vorgibt? Wo doch jeder nachhören kann, was Ziefle tatsächlich gesagt hat?

Nein. Alle Erfahrung lehrt: Wird jemandem Judenhaß vorgeworfen, so springt er vielleicht über das Stöckchen und beteuert, er sei kein "Antisemit". Aber, so tönt es dann zurück, das sagen sie alle, diese Judenhasser. Soll er doch mal beweisen, daß er keiner ist , hah, hah. Und irgendwas wird schon hängen bleiben. 

Außerdem ist "Antisemit" heutzutage ein prima Hingucker.

Pädophil

Die Kommunistische Plattform ist pädophil. Bestimmt wissen Sie... mit kleinen Jungs und so. Ich habe zwar überhaupt keinen Beleg dafür, aber vielleicht springen die drei Autoren ja über das Stöckchen und beteuern, sie seien keine "Kinderschänder". Erwischt, ruf' ich dann, das sagen sie alle, diese Pädophilen. Sollen sie doch mal beweisen, daß sie keine sind. Und irgendwas wird schon hängen bleiben. 

Außerdem ist "Kinderschänder" heutzutage ein prima Hingucker, nicht wahr, liebes Publikum?

T:I:S, 15. Juni 2011. Siehe auch Stefan Ziefle und die dort verlinkte .pdf-Datei. Mehr über die versiffte Partei unter Partei Die Linke

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Thomas Immanuel Steinberg

Denunziant und Lügner Benjamin Krüger ergeht sich in Verschwörungsfantasien

Schmeißt weiter mit Hundekot: Der Denunziant und Lügner Benjamin Krüger, inzwischen vom Büroarbeiter des Abgeordneten Bodo Ramelow zum Büroleiter des Abgeordneten Frank Tempel befördert, meint herausgefunden zu haben, daß sich das Neue Deutschland (ND) 

von Autoren wie Susann Witt-Stahl instrumentalisieren lässt.

Gerd Kremberg kommentiert:

Herr Krüger, Ihre Phantasien darüber, von wem sich das ND "instrumentalisieren" lässt und von wem nicht, sind ja wohl lächerlich. Irgendwie sehr sehr verschwörungstheoretisch, möchte man meinen... 

... Es geht Ihnen nur darum, linke und Anti-Kriegs-Positionen zu diskreditieren, und all jene öffentlich zu diffamieren, die auch kritisch über den rechten Flügel der Linkspartei - also Sie - berichten. Wer - so wie Sie und der BAK Shalom - für die Bombardierung des Gazastreifens demonstriert hat und Mitglieder der Linksfraktion als Nazis beschimpft, sollte sich über "Einseitigkeit und Vortäuschung falscher Tatsachen" bitte nicht aufregen.

Susann Witt-Stahl hatte im betreffenden ND-Bericht aus London eine Demonstration gegen Obama und Cameron beschrieben und Aussagen von Teilnehmern zitiert, siehe "Proteste gegen Kriegskoalition, Friedensaktivisten erinnern beim Obama-Besuch in London an gebrochene Wahlversprechen", ND vom 26. Mai 2011

Hätte Benjamin Krüger sich gewünscht, daß Witt-Stahl der Ausgewogenheit halber ihn zitiert - mit seiner schriftlichen Denunziation von Norman Paech bei Gregor Gysi und seiner schriftlichen Lüge, er hätte Paech nicht denunziert, siehe Belege?

Krüger diffamiert unentwegt jeden, der imperialistische Massaker und Konzentrationslager beim Namen nennt - oder der auch nur zitiert, was zum Beispiel britische Antiimperialisten zur NATO-Bombardierung Libyens meinen. Die Parteispitze, Gysi vorneweg, wirft nicht etwa den Denunzianten und Lügner raus, sondern macht in besonderer Verantwortung für den Staat Israel.

Das mit der Verantwortung ist wahr, wahr freilich in ganz anderem Sinne als Schützling Krüger und seine Gönner vorgeben: Sie sind mitverantwortlich für die Massaker und Konzentrationslager der US-Imperialisten und ihrer Köter.

T:I:S, 27. Mai 2011. Links zu SteinbergRecherche-Beiträgen über Krüger

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Pöbeln lernen bei Professor Stegemann

Wolfgang Stegemann, Professor für Neues Testament an der Augustana-Hochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, hat am 2. September 2010 auf eine Rund-Mail der Ärztin Gabriele Weber vom 1. September 2010 aus Gaza geantwortet.

Sehr geehrte Frau Weber,

Sie sind nun in Gaza und haben Angst. Denn die bösen Israelis könnten reagieren auf den gemeinen Mord an vier ihrer Landsleute. Wenn ich richtig informiert bin, so sind diese vier Menschen in grausamer Weise hingerichtet worden - man sieht dies ansonsten nur in amerikanischen Brutalofilmen. Ihre Reaktion darauf: Sie haben in Ihrem fabelhaften Rundbrief an "Alle" pflichtgemäß mitgeteilt, dass Sie gegen Gewalt sind - etwa so: übrigens, ich bin gegen jede Form von Gewalt. Zugleich weinen Sie sich aus, weil Sie befürchten, dass es eine israelische Reaktion auf diese Gemeinheit geben könnte. Doch man hat Sie beruhigt: Ihr Kloß im Magen ist rein psychisch, denn im Gazastreifen rechnet man damit, dass andere eher das Ziel israelischer Angriffe sein werden, Libanon, Iran oder Syrien. Das hilft Ihrem Kloß. Was für eine erbärmliche Existenz. Sie klagen über die scheußlichen Zustände in Gaza ("natürlich" sind die Israelis für alle Kakerlaken und den Dreck auf den Straßen dort verantwortlich, denn die dort wohnenden Palästinenser haben alle Hände damit zu tun, nichts zu tun oder Israelis zu töten; Kakerlaken gehören nicht zum Programm). Klar, das kommt nicht gut, was ich schreibe, denn Sie befinden sich im Moment im Land der Opfer, die, wenn Sie töten, nur als Opfer töten. Sie sind eine Ärztin - hat dies irgendetwas mit Ihrer moralischen Integrität zu tun? Ich sage Ihnen offen: nein, erbärmlicher Weise: nein. Klar, Sie sind mit einem Palästinenser verheiratet - doch ändert dies moralische Werte (jedenfalls westliche Werte, was es sonst an Werten gibt, interessiert mich nicht wirklich, denn ich bin ein überzeugter "Westler")?  Sie bekommen mit Sicherheit nicht häufig so furchtbare mails wie meine, denn darin ist sich Ihre Welt einig, alles, was falsch ist, ist israelisch, oder, um es noch deutlicher zu sagen:jüdisch! 

Hoffentlich kommen Sie aus Ihrem kakerlakenmäßigen Urlaub gesund heim - ich meine das ehrlich. Ich habe allerdings keine Hoffnung, dass Sie irgendwann einmal die Werte westlicher Demokratien teilen. Doch das ist am Ende nicht wirklich wichtig, denn ich bin davon überzeugt, dass Leute wie Sie am Ende verlieren werden. Denn Sie wollen nichts Gutes.

Bitte, Schicken Sie diesen Brief an "Alle".

Was hiermit geschieht. T:I:S, 2. September 2010

Leserkommentar

Wenn solche Leute heutzutage evangelische Theologen in Deutschland ausbilden dürfen, braucht sich niemand zu wundern, daß die Gläubigen diese evangelische Kirche in hellen Scharen verlassen!

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Thomas Immanuel Steinberg

Allemagne : La campagne contre Goldstone, Finkelstein, Hermann Dierkes et d'autres

Traduit par  Michèle Mialane. Édité par Fausto Giudice

Tlaxcala, T:I:S., 22. April 2010. Original: Die Kampagne gegen Goldstone, Finkelstein, Hermann Dierkes und andere vom 15. Februar 2010

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Kleine Begriffskunde

Wegen einer Straftat kann man Anzeige erstatten, am besten bei der Staatsanwaltschaft. Die, und nur die, kann dann, muß aber nicht, Anklage erheben. Dann kommt es zu einem Strafverfahren gegen den Angeklagten

Wegen eines Schadens (Vermögensschaden, Sachschaden, Körperschaden, Geschäftsschädigung) kann man den mutmaßlichen Schädiger verklagen, man reicht Klage ein. Dann entscheidet ein Richter, ob die Klage zulässig ist. Wenn ja, wird der mutmaßliche Geschädigte zum Kläger, der mutmaßliche Schädiger zum Beklagten. Beide Parteien befinden sich dann in einem Zivilverfahren

Daneben gibt es Mischformen, z.B.: Entscheidet man sich für eine Anzeige, kann man in bestimmten Straffällen als Nebenkläger neben den Staatsanwalt treten. Auch gibt es, siehe  Strafprozeßordnung, in bestimmten Fällen die Möglichkeit der Privatklage via Strafantrag, aber nie eine private Anklage.

Alan Posener, der das Gaza-Massaker bejubelt hat, weiß von all dem nichts; und der Redakteur, der Poseners jüngste Pöbelei in Die Welt gesetzt hat, auch nicht. Dafür wissen Posener und Weltredaktion genau, wer Antisemit ist: nämlich Alle außer denen, die das Gaza-Massaker bejubelt haben.

T:I:S, 1. März 2010

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Peter Kleinert

Ist das Antisemitismus?

Erfolgreiche Kampagnen gegen Juden, die Israels Überleben sichern wollen

NRhZ, T:I:S, 26. Februar 2010

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Thomas Immanuel Steinberg

Dreißig Silberlinge

Kaum hatte ich gelesen, daß selbst die Rosa-Luxemburg-Stiftung Finkelstein nicht hören mag, da schrieb mir mein Bruder im Geiste, auch er vom Stamme Levi oder so, ganz lapidar:

Die Zionisten werden es schätzen. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung  kann sich an den dreißig Silberlingen ergötzen.

(Für den, der den Religionsunterrricht verschlafen hat: Dreißig Silberlinge waren der Judaslohn für den Verrat des Menschensohnes an die Hohenpriester.) 

Gleich fiel mir die Gräfin ein, Madame la Comtesse de Menou. Damals, 1960, war die Schloßherrin  von Jeu-Maloches im Département Indre etwa 70 Jahre alt und ihr Schloß noch viel älter. Sie kann nicht viel Bares gehabt haben, denn außer mir gab es da noch einen österreichischen Jungen und zehn deutsche Mädchen als zahlende Feriengäste. Die eine war die Tochter des Generaldirektors von Iduna – Germania –  Leben, die vom Chauffeur in einem Mercedes 300 gebracht und vom Papa im 300 SL wieder abgeholt wurde. Fantastisch. Zwei andere hatten den Bremer Polizeipräsidenten von Bock und Pollach zum Vater, waren aber längst nicht so interessant.

Ich erzähle das überhaupt nicht, um anzugeben, sondern damit klar wird: Die Geschichte ist wahr, und Personen, die das bezeugen können, sind notfalls zur Hand.

Die Gräfin war Monarchistin. Sie haßte die Französische Revolution und alles, was danach kam. Da verfielen die Mädchen darauf, mir meine Haare in Kringelform auf die Stirn zu pappen, und ich ging, die rechte Hand unter die Knopfleiste meiner Jacke gesteckt, zum Mittagessen. Die Gräfin erschrak ganz fürchterlich ob des Wiedergängers ihrer Albträume, und ich mußte mir draußen die Haare ordentlich kämmen, sonst hätte ich nicht mitessen dürfen. 

Unser Verhältnis war also etwas angespannt, und als wir ein paar Tage später einen Ausflug in ihrer Citroën 11 CV Familiale machten, brachte sie das Gespräch auf die Juden. Sie meinte, die Juden hätten unsern Herrn Jesus umgebracht. Ich fand das nicht und verwies auf die Besatzer, die Römer. Ja, meinte sie, aber die Juden hätten geschrien: Kreuziget ihn, kreuziget ihn! Ich war gut in Religion und machte sie auf die Jünger aufmerksam, die Jesus die Stange gehalten hätten. Darauf sie, und deshalb heute die Erinnerung an die Geschichte: Aber Judas, dieser Oberjude, der hat Jesus für dreißig Silberlinge an die Hohepriester verraten! Und darauf ich: Und was ist mit Jesus, diesem Oberoberjuden!

Das war zuviel. Ich flog raus, und den Rest des Sommers verbrachte ich mit lauter französischen Jungen in einem herrlichen Ferienlager am Lac d’Annecy –  wo mich dann allerdings ein großer starker Rüpel aus Clermont-Ferrand als „espèce d’Hitlérien“ titulierte, „du Hitlerjunge, du“. Ich bin deshalb nie in Clermont-Ferrand gewesen, was vielleicht ein Fehler ist.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung also hat jetzt die dreißig Silberlinge im Beutel, doch beim Abendmahl wird Finkelstein sagen: Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh der Stiftung, durch welche des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihr besser, daß sie nie gestiftet wäre. Da wird die Stiftung, die den Finkelstein verraten hat, antworten und sprechen: Bin ich's, Rabbi? Finkelstein wird zu ihr sprechen: Du sagst es.

Die Stiftung aber wird sich nicht an den Silberlingen ergötzen, denn es steht geschrieben: 

Da das sehen wird die Stiftung, die ihn verraten hat, daß Finkelstein geladen ist zum Vortrag an schönerem Orte, wird es die Stiftung gereuen, und wird wieder bringen die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten und sprechen: Ich habe übel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie werden sprechen: Was geht uns das an? Da siehe du zu! Und die Stiftung wird werfen die Silberlinge in den Tempel, sich davon heben, hingehen und sich selbst erhängen.

T:I:S, 18. Februar 2010

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Rosa-Luxemburg-Stiftung sagt Berliner Veranstaltung mit Finkelstein ab

Presseerklärung der Stiftung, .doc-Datei. Zum Vorgang die junge Welt. Stellungnahme von Rolf Verleger, .doc-Datei; Stellungnahme von Volker Bräutigam, .doc-Datei; Stellungnahme von Joachim Guilliard, .doc-Datei. T:I:S, 17. Februar 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10diffamierung.htm#RLSAbsageFinkelstein    

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Thomas Immanuel Steinberg  

Richard-Goldstone-Straße

Richard Goldstone, der zweiundsiebzigjährige UN-Berichterstatter, hat sich verdient gemacht. Ihm ist ein langes, aktives Leben zu wünschen. Doch eines Tages wird Freund Hein auf dem grünen Finger pfeifen. Sollten bis dahin die Israelis zur Besinnung kommen, so werden sie eine Straße in Tel Aviv nach ihm benennen.

Geht es jedoch nach Alan Dershowitz, der den Rufmord an Norman Finkelstein und dessen Arbeitslosigkeit zu verantworten hat, so wird uns Goldstone nicht lange erhalten bleiben. Dershowitz, einflußreicher Harvard-Professor und glühender Zionist, hat den Richter Goldstone zum „Moser“ erklärt, zum „Verräter am jüdischen Volk“, den zu vernichten religiös-zionistischen Yeshiva-Schülern ausdrücklich erlaubt ist. Rückendeckung bietet ihnen der israelische Staat. Er tötet rundum. Er massakriert Palästinenser in Gaza und im Libanon und ermordet ausgesuchte Feinde, zuletzt in einem Hotel in Dubai das Mitglied der militärischen Führungsriege der Hamas, Mahmoud Al-Mabhoud.

Doch für Mordanschläge bedarf es nicht einmal staatlich trainierter oder geduldeter Kommandos. Verleumdung und Verunglimpfung, auf neuralgische Punkte gerichtet, schaffen Stimmung in anfälligen Kreisen. Einer von denen greift schließlich zur Waffe.

So war es Ende der Sechziger Jahre im Westen. Springers Blätter hatten verbreitet, die US-Amerikaner würden in Vietnam die Freiheit Westberlins verteidigen; die studentischen Kriegsgegner, vor allem Rudi Dutschke, seien die Feinde im Innern. Als Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen worden war, verteilte ich an der Zehlendorfer Eiche Flugblätter, die wir in der Freien Universität hektographiert hatten. Ich wurde dafür von Passanten bespuckt. Es herrschte Pogromstimmung.

Acht Monate später brach sie sich Bahn, im Attentat auf Rudi Dutschke, verübt von einem Hilfsarbeiter, der Ausschnitte aus der National-Zeitung in der Tasche hatte, darunter die Titelzeile „Stoppt den roten Rudi jetzt“ und Fotos von Dutschke. Wir marschierten zum Springer-Hochhaus und skandierten: „Bild hat mitgeschossen.“ Dutschke starb 1979 an den Spätfolgen des Attentats. 

Jahrzehnte später kamen die Deutschen etwas zur Besinnung. So heißt heute eine Straße im Berliner Zeitungsviertel nach Rudi Dutschke.

Doch wieder wird Pogromstimmung geschürt. Im Namen der Freiheit diffamieren Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik Kritiker und Gegner, verleumden sie und veröffentlichen ihre Fotos steckbriefartig. Tageszeitungen beschimpfen Kriegsgegner als Antisemiten.(1) Die Kanzlerin und der Linksparteipolitiker Gysi erklären das Eintreten für Israels Staats- und Regierungspolitik zur deutschen Staatsräson, und Kulturzentren, Kirchen, Parteistiftungen und Hotels sperren ihre Räume für die, die das Gaza-Massaker beim Namen nennen und die Verwüstung des Iran verhindern wollen.

In der Partei Die Linke kann von Diskussionskultur nicht mehr die Rede sein, wie Erhard Crome vom Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung schreibt. Vielmehr greifen die falschen Freunde Israels alle an, die sich ihnen entgegenstellen, ob Bundestagsabgeordnete der Linken, renommierte israelische und US-amerikanische Wissenschaftler, Journalisten, Studenten oder Hartz-IV-Empfänger. An führender Stelle agitiert der Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend, also der Linksparteijugend. Und irgendwo wetzt einer schon sein Messer.

Ach könnten doch die Deutschen einmal beizeiten zur Besinnung kommen. So viele Straßen tragen schon die Namen von Ermordeten.

T:I:S, 17. Februar 2010

Anmerkung 

(1) In eigener Sache: Neben der Hamburger Morgenpost hat nun auch ein Springer-Blatt den Artikel getilgt, der die Behauptung enthielt, Jürgen Elsässer und ich hätten sich judenhasserisch geäußert. Was aussteht, sind Richtigstellung und Entschuldigung, die ich ebenfalls gefordert habe. 

(2) Wer sich vom Ausmaß der zionistisch inspirierten Kriegtreiberei in Großbritannien ein Bild machen will oder wer einfach Freude an der englischen Sprache hat, dem sei Baroness Tonges Interview auf TVPress Iran ans Herz gelegt. In King’s English schildert das Mitglied des Oberhauses, wie Israelis Palästinenser alle Tage demütigen. Die Dame wurde aktiv und von ihrer Partei dafür bestraft. Video, neun Minuten

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/10diffamierung.htm#GoldstoneStrasse   

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Thomas Immanuel Steinberg 

Die Kampagne gegen Goldstone, Finkelstein, Hermann Dierkes und andere

Version française ici

Judenhaß wird Kritikern und Gegnern der israelischen Staats- und Regierungspolitik vorgeworfen. Doch die derart Verunglimpften sind selber Juden, Kämpfer gegen den Antisemitismus, linke Demokraten – und oft alles zugleich. Die Diffamierer sind teils maskierte, teils offene Neokonservative, Kriegshetzer, Pro-Imperialisten und Menschenverächter, meist alles zugleich. Unter ihnen sind ebenfalls Juden, in Deutschland freilich fast ausschließlich Nicht-Juden.

In der Diffamierungkampagne und ihrer Abwehr geht es somit nicht um Judenhaß oder Juden. Beide Seiten verfolgen politische Ziele: Die Diffamierer befördern Rüstung und Krieg, Unterdrückung und Verfolgung; die Verunglimpften wollen Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand in aller Welt.

Richard Goldstone

Goldstone hat die Fact-Finding-Kommission zur Untersuchung von Rechts- und Menschenrechtsverletzungen während der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen im Dezember 2008 und Januar 2009 geleitet. Heftige Polemiken in Israel und bei militanten Zionisten in aller Welt folgten auf dem Fuße.

So bezeichnete der Harvard-Professor Alan Dershowitz den untadeligen südafrikanischen Richter Goldstone in einem Interview mit dem israelischen Armeerundfunk als "bösen, bösen Menschen", der diffamierenden Behauptungen über Israel eine Art Reinheitszeugnis (Hekscher) ausgestellt habe. "Das wäre so", wetterte Dershowitz, "als hätte der Zar, als er die Protokolle der Weisen von Zion schrieb, einen prominenten Juden darum gebeten, sie herauszugeben und zu unterzeichnen, um ihre Glaubwürdigkeit zu demonstrieren." 

Der Interviewpartner, Razi Barkai, fragte daraufhin: "Wollen Sie damit andeuten, dass Goldstone ein 'moser' ist, also jemand, der sein eigenes Volk verrät?" Dershowitz bejahte diese Frage mit großer Entschiedenheit: "Absolut. Es gibt ein Gebet, das man jeden Tag über Leute wie ihn spricht: La-malshinim al t’hi tikvah. Er ist ein Mann, der seine Sprache, seine Worte gegen das jüdische Volk einsetzt. Ich betrachtete ihn als Freund. Jetzt sehe ich in ihm einen absoluten Verräter."

Der Begriff des "moser ", der traditionell hauptsächlich einen Denunzianten und Verleumder bezeichnet, aber heute auch allgemein für angebliche Verräter am Staat Israel und an der jüdischen Gemeinschaft gebraucht wird, kommt sowohl in geschichtlicher Sicht als auch aktuell-politisch einem Todesurteil gleich. Einige religiöse Autoritäten Israels billigen und ermuntern explizit die Tötung eines "moser". Die Hetzkampagne gegen Jitzhak Rabin, die am 4. November 1995 in seiner Ermordung gipfelte, war wesentlich von der Anklage getragen, der damalige Ministerpräsident sei ein "moser".

In dieser Sache, deren Beginn und Fortgang der New Yorker Jewish Daily Forward schildert, ist dem junge-Welt-Journalisten Knut Mellenthin zuzustimmen: Mellenthin sieht das tiefer liegende Problem hinter dem Vorfall in der Existenz einer "Kultur" in Teilen des Zionismus, die mit einem aggressiven Verratsbegriff operiert, der an die berüchtigte Parole der deutschen Freikorps nach dem 1. Weltkrieg, "Verräter verfallen der Feme", erinnert.

Norman Finkelstein

Norman Finkelstein, bekannt geworden durch sein Buch über die Holocaust-Industrie,  "ist ein stolzer und bewusster Jude, der sich gegen die Vereinnahmung der jüdischen Tradition durch jüdischen Blut-und-Boden-Nationalismus wehrt", schreibt der stolze und bewußte Jude Rolf Verleger, Professor für Psychologie und Vorsitzender der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost in einem offenen Brief. (1)

Den Brief hat Verleger an den Landesarbeitskreis (LAK) Shalom Berlin der Linksjugend ['solid] gerichtet, der gemeinsam mit zahlreichen links maskierten rechten Kleingruppen Finkelsteins Auftritt in Berlin verhindern will. Die Linksjugend ist die Jugendorganisation der Partei Die Linke. Bisher hat Die Linke den Arbeitskreis Shalom gewähren lassen, so etwa ihr Mitglied Benjamin Krüger, früherer Mitarbeiter des Linke-Abgeordneten Bodo Ramelow. Krüger hat sich als Denunziant und Lügner gegen den aufrechten Demokraten und Völkerrechtler Norman Paech hervorgetan. (2)

Finkelstein, den der LAK Shalom Berlin diffamiert, war und ist in den USA Zielscheibe einer Hetzkampagne, die von eben dem Harvard-Professor Dershowitz angeführt wird, der Goldstone indirekt für vogelfrei erklärt hat. Dershowitz bewirkte, daß Finkelstein der verdiente Lehrstuhl an der DePaul University, USA verweigert wurde. Hinter Dershowitz stehen die berüchtigten Rüstungs- und Kriegslobbyisten des AIPAC, der sich selbst America's Pro-Israel Lobby nennt, die Anti-Defamation League (ADL), das American Jewish Committee und die US-amerikanischen christlichen Fundamentalisten, die alle Juden der Welt in Israel versammelt sehen wollen, damit der Messias kommen kann. (3)    

Hermann Dierkes

Die Westdeutsche Allgemeine (WAZ) hatte den Duisburger Bürgermeisterkandidaten Dierkes zum Thema "Boykott, Desinvestment, Sanktionen gegen Israel" zitiert, so falsch, daß reihenweise kommerzpressegläubige Linke sich von ihm distanziert und bis heute nicht bei ihm entschuldigt haben, darunter Bodo Ramelow und Petra Pau. Teil der Intrige gegen Dierkes mit dem Ziel, ihn und Die Linke zu diskreditieren, war der Anruf eines WAZ- Journalisten. Dierkes' Auskünfte, so Dierkes selbst, wurden

am folgenden Tag so verdreht und verkürzt dargestellt, als hätte ich in bewusster Anlehnung an die Nazi-Propaganda zum Boykott aufgerufen. Die infame Falschdarstellung wurde von einem dubiosen Netzwerk und Bloggern verbreitet, einschließlich über Presseagenturen. Als Schaltstelle betrachte ich den stellvertretenden Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Wahlhelfer des SPD-Oberbürgermeisterkandidaten, Dr. Jurga. Die WAZ-Zentralredaktion in Essen – auch diese ist unter ihrem Chef Bodo Hombach sehr SPD-nah – zog das Thema an sich, brachte es auf die Titelseiten und macht eine regelrechte Kampagne daraus, um die LINKE massiv anzugreifen und mich persönlich fertig zu machen. Schließlich können wir in Duisburg mit einem zweistelligen Wahlergebnis rechnen und der SPD-Kandidat hat kaum eine Chance. Das wahlpolitische Kalkül dieser Diffamierungskampagne steht inzwischen eindeutig fest. Meine umgehende Richtigstellung an die WAZ wurde nicht abgedruckt. Im Gegenteil, in der WAZ vom 26.2.2009 wurde sogar die Existenz des Aufrufs von Belém [auf den sich Dierkes berufen hat, T:I:S] eiskalt bestritten.

Der Muslim-Markt  hat Hermann Dierkes zu Einzelheiten interviewt. (Dessen Betreiber Yavuz Özoguz war selbst Opfer einer Kampagne geworden, angeführt durch Hans-Peter Raddatz; siehe dazu auch Doktor Kandels gestammeltes Schweigen.

Hermann Dierkes hat inzwischen zusammen mit Sophia Deeg beider Buchprojekt, unter anderm über die Rufmordkampagne, vorgestellt (zwei Videos). Das Buch  wird gerade vom Neuen ISP Verlag an den Handel ausgeliefert unter dem Titel "Bedingungslos für Israel? Positionen und Aktionen zu Palästina/Israel jenseits deutscher Befindlichkeiten". Ein Vorabdruck steht hier, eine Verlagsbeschreibung hier, .pdf-Datei.

... und viele viele andere

Die Diffamierung von Kriegsgegnern, regelmäßig unter dem Mäntelchen der Antisemitismus-Bekämpfung, hat in Deutschland früh eingesetzt. Zielscheibe waren der Filmautor Gerhard Wisnewski, Ex-Staatssekretär Andreas v. Bülow; der Völkerrechts-Emeritus der Universität Hamburg Norman Paech; die Journalistin Evelyn Hecht-Galinski; der Sprachlehrforscher Willis Edmondson; und viele andere. In jüngster Zeit wird die Leiterin des Instituts für Medienverantwortung, Sabine Schiffer in den Dreck gezogen; ebenso der Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, Wolfgang Benz.    

Die Diffamierungswelle hat nicht nur die USA und Deutschland erfaßt. Ein französisches Beispiel von vielen ist die Beschimpfung des berühmten Soziologen Edgar Morin, des Europa-Abgeordneten Samir Naïr und der Schriftstellerin Danièle Sallenave. Rädelsführer war wie in vielen französischen Parallelfällen der Rechtsanwalt Gilles-William Goldnadel, der sich selbst als Kampfjuden bezeichnet.  In einem Rechtsstreit waren die Demokraten letztinstanzlich unterlegen.

In eigener Sache

Die Gefahr ist groß, daß auch deutsche Gerichte nicht begreifen, worum es geht: der einen Seite um die Zurückdrängung von Kriegshetze und Islamophobie, um die Anprangerung von Massakern, um Meinungsfreiheit und Menschenwürde; der anderen Seite um die Durchsetzung und Gewöhnung an gezielte Morde, um die Invasion und Besatzung widerborstiger Länder und die Einschüchterung und soziale Vernichtung derer, die sich ihnen entgegenstellen.

Als bekannt wurde, daß ich mich neben Christoph Hörstel, Jürgen Elsässer, Yavuz Özoguz, Udo Steinbach und dem Vertreter des Staates Iran in der Bundesrepublik an der Hamburger Konferenz der Gegner eines israelisch-US-amerikanischen Überfalls auf den Iran beteiligen würde, ergoß sich ein Schwall von Infamie über uns. Ich habe gegoogelt. Der Eintrag

"Thomas Steinberg" "iran konferenz" hamburg

liefert 22 Ergebnisse auf drei Seiten. Hetze pur. Sehen Sie selbst

Ein Eintrag fehlt, denn es gelang mir schnell, die Hamburger Morgenpost zu einem Rückzieher zu veranlassen. Springers Welt jedoch rührt sich nicht. Medienkonzerne lassen sich gern von Kanzleien vertreten wie der an der Stadthausbrücke. Die Sozietät residiert auf zwei Etagen in einem Büropalast und beschäftigt dort etwa achtzig Rechtsanwälte. Hamburg ist nur Zweigstelle. Hauptsitz ist Berlin mit zehn weiteren Zweigstellen, darunter Brüssel, Moskau und Shanghai. Zweiundvierzig weitere Kanzleien in aller Welt sind assoziiert.

Da will jeder rechtliche Schritt wohl überlegt sein.

Die Financial Times Deutschland hat einen Journalisten von der Iran-Konferenz berichten lassen, der lange für Jungle World geschrieben hat, einem anti-linken Periodikum. Inzwischen ist der Mann Redakteur bei Capital, der Manager-Zeitschrift. Entsprechend sudelt er.

Den Landesarbeitskreis (LAK) Shalom Hamburg der Linksjugend ['solid] hat Henning Woetzel-Herber gegründet. Die Internetseite teilt seit dem 5. Februar 2010 mit: Auf der Iran-Konferenz wird...

... der wegen Verleugnung [sic!] mehrfach verurteilte Thomas Steinberg („SteinbergRecherche“) als Redner erwartet.

Ist solches Gestammel justiziabel? Siehe auch den Nachtrag zu Henning Woetzel-Herber vom 15. Juni 2011

Wer heißt Mord gut?

Die Internetseite Stop the Bomb (gemeint ist das nicht existierende iranische Atombombenprogramm) vermerkt:

Schließlich der Betreiber der antisemitischen Internetseite “Steinberg-Recherche”, Thomas Steinberg, der dort eine eigene Rubrik „Kriegsjuden“ bereithält, und den Mord an jüdischen Jugendlichen gutheißt.

Auf die Sache mit den jüdischen Jugendlichen lohnt es sich einzugehen, und zwar in der Hoffnung auf Weiterverbreitung. Am 5. August 2008 schrieb ich unter der Überschrift "Ein Kriegshetzer regt sich auf":

Dieter Helbig, Pfarrer i.R., Zirndorf, hat einen fundierten Artikel, S. 102 in der .pdf-Datei, [später gelöscht, jetzt hier wieder online, T:I:S, 24. März 2010] über die israelische Besatzungs- und Vertreibungspolitik seit 1967 geschrieben, doch Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg, hat sich über ihn aufgeregt [später gelöscht, jetzt hier als .doc-Datei, T:I:S, 25. März 2010]. 

Hamburger verbreitet sich ab und zu in der Bildzeitung - und mit was für einer widerlichen Kriegshetze. Die acht getöteten Merkaz-Harav-Schüler, um die Hamburger Wirbel macht, waren keine gewöhnlichen Betbrüder, sondern studierten in der Kaderschmiede für Siedler, also für Landräuber. 

Siehe dazu auch die Anmerkung mit Quellen und den jüngst ins Netz gestellten Beitrag Die vollständige Anleitung zum Töten von Nicht-Juden.

Am 7. August 2008 stellte ich zusätzlich ins Netz:

Am 6. März 2008 erschoß in Jerusalem ein Palästinenser acht Studenten einer Talmudhochschule. Er wurde am Tatort selbst erschossen. Der Pfarrer im Ruhestand Dieter Helbig führt in einem fundierten Artikel [später gelöscht, jetzt hier wieder online, T:I:S, 24. März 2010] vom Juli 2008 über die israelische Besatzungspolitik seit 1967 das Attentat an und meint, angesichts der zahllosen israelischen Verbrechen gegen die Palästinenser in den vergangenen vierzig Jahren

kann ich das verstehen. Wer sind da die eigentlichen Täter, wer die Opfer?

Das war der Satz, über den sich der Kriegshetzer Arno Hamburger aufgeregt hatte. Ich fand seine Aufregung völlig unangemessen, da er selbst die deutsche Regierung angefeuert hatte, beim irakischen Gemetzel mitzutun, in der Bildzeitung, und zwar so:

Es gibt in unserem Land viele Stimmen, die einen „Krieg“ auch gegen Gewalttäter verneinen. Viele sind der Auffassung, dass Despoten durch Verhandlungen und Gespräche zur Vernunft gebracht werden können.

Ich bin anderer Auffassung. Es gibt Situationen, in denen man das Herz in beide Hände nehmen muss, um zur Not auch durch eine kriegerische Handlung eine Lösung zu erzwingen, die den Tod vieler unschuldiger Menschen verhindern kann.

Eine solche Situation war das jahrzehntelange Terror-Regime im Irak. Leider ist es bis jetzt nicht gelungen, die Wurzeln des Übels auszurotten.

Doch inzwischen, am 6. August 2008, hatte ein Anderer folgenden Text ins Netz gestellt

Die Kanalratte

Gäbe es einen Lackmustest für Antisemiten, könnte man sich viel Mühe sparen. Man müsste die Versuchsperson nur dazu bringen, einen präparierten Papierstreifen zu bepinkeln. Im folgenden Fall allerdings würde sich sogar ein Stück gebrauchtes Klopapier vor Ekel krümmen:

„Die acht getöteten Merkaz-Harav-Schüler… waren keine gewöhnlichen Betbrüder, sondern studierten in der Kaderschmiede für Siedler, also für Landräuber.“

Und deswegen waren sie am eigenen Tod nicht unschuldig. Der das erbrochen hat, ist kein gewöhnlicher Antisemit, sondern eine Kanalratte, die dermaßen stinkt, dass sogar die anderen Ratten vor ihr davonlaufen. In welcher Kaderschmiede des Judenhasses sie auch gelernt hat, eines Tages wird auf ihrem Grabstein stehen: „Am eigenen Dreck erstickt.“

Am 7. August schob der gleiche Mensch nach:

'tschuldigung, liebe Kanalratten!

Wenn ein, sagen wir es höflich: „Abruti“, der im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11.9. von „Gebäudeabrissen“ spricht, mal sentimental wird, dann begründet er sein Verständnis für den Mord an acht jungen Jeschiva-Studenten in Jerusalem damit, diese seien „keine gewöhnlichen Betbrüder“ gewesen, „sondern studierten in der Kaderschmiede für Siedler, also für Landräuber“. Sie wurden, nur so kann man diesen Satz verstehen, sozusagen präventiv umgebracht, bevor sie das Gelernte in die Tat umsetzen konnten. Eine solche Äußerung ist natürlich nicht antisemitisch, sie ist nur israelkritisch.

Wenn’s Judenblut vom Messer spritzt, geht’s eben manchem Nahostexperten gleich nochmal so gut. Ein Unbehagen beschleicht die kalten Brüder erst, wenn ich den Mordversteher eine „Kanalratte“ nenne. Das gehe zu weit, rufen sie, das sei menschenverachtend.

Das finde ich nicht, möchte mich aber trotzdem für den Vergleich entschuldigen. Bei den Kanalratten.

Der Autor beider Bemerkungen wußte spätestens am 4. August 2008, was genau der Pfarrer i.R. geschrieben hatte. Es ist der Spiegel-Journalist Henryk M. Broder. Soviel zur Frage, wer Mord gutheißt. 

Was tun?

Rolf Verleger hat einen deutlichen Hinweis gegeben mit seiner Empfehlung an die Diffamierer im LAK Shalom Berlin:

Konsequenterweise sollten Sie Ihr Bündnis zu einer Dauereinrichtung machen und ein Komitee gegen antiisraelische Umtriebe gründen. Ehrenvorsitzender Joseph McCarthy.

Wir, die wir für Frieden in der Welt eintreten und für vertretbaren Umgang auch mit Gegnern, müssen uns fest zusammenschließen, sehr fest.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, fahren Sie am Samstag, dem 20. Februar 2010 nach Berlin zur Demonstration gegen die Mörderbande, die gerade Afghanistan verwüstet. Vielerorts fahren Sonderbusse zur Demo. Kommen Sie am Freitag, dem 26. Februar 2010 auch nach Berlin zur Veranstaltung mit Norman Finkelstein.

Und ziehen Sie sich warm an.

T:I:S, 15. Februar 2010

Anmerkung

(1) Beleg für Verlegers Meinung zu Norman Finkelstein: Norman Finkelstein gegen Israel W. Charny, Leiter des Institute on the Holocaust and Genocide, Jerusalem, zu: "Schlägt Israel aus dem Holocaust politisches und pekuniäres Kapital?" Video vom 26 Minuten bei CrossTalk auf Russia Today.

(2) Benjamin Krüger ist inzwischen zum Büroleiter des Linke-Abgeordneten Frank Tempel aufgestiegen. Zur Zeit mobilisiert er in der anti-linken Zeitschrift Jungle World gegen die drei Frauen Der Linken, die Shimon Peres im Bundestag die stehende Ovation verweigert haben und auf seiner Homepage gegen den Auftritt von Finkelstein in Berlin. Die Mehrheit in der Partei Die Linke steht offenbar hinter ihm. 

(3) Wie Raul Hilberg, der weltweit renommierteste Holocaust-Forscher über Finkelsteins Holocaust-Industrie urteilt, steht unter Darf man Finkelstein zitieren?. Mehr über AIPAC und ADL unter Hexenküche

Nachtrag  zu Henning Woetzel-Herber

Henning Woetzel-Herber, der Gründer des Landesarbeitskreises (LAK) Shalom Hamburg der Linksjugend ['solid], hat etwa so, wie Michel Warschawski es sich bloß vorgestellt hat, öffentlich die israelische Nationalhymne abgesungen, als Video im Netz, ab Minute 7:38. Woetzel-Herber (mit längeren Haaren) steht auf der Bühne im Bild links. 

Den Anlaß zum nationalistischen Kitsch beschreiben Woetzel-Herbers Gesinnungsgenossen wie folgt:

Vortrag von Dr. Yaacov Lozowick am 16.5.2011 in der uebervollen Talmud - Tora - Schule Hamburg, veranstaltet von "Hamburg fuer Israel e.V.", gefoerdert von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Unternehmer Wolfgang Ulrich, der Bezalel Academy of Arts Israel, dem Mideast Freedom Forum u v a . Freundlicher Dank an Werner Pomrehn, Redaktion Recycling im "Freies Sender Kombinat" FSK, Hamburg fuer die Tonaufnahme.

Ob Woetzel-Herber inzwischen der CDU beigetreten ist oder israelisch-jüdischen Landräubern im Westjordanland mit der Flinte assistiert, wird noch ermittelt.

Michel Warschawski

Either the leadership of Die Linke suffers from a worrying political foolishness or it is pretending to be so, all in order to deflect possible criticism from friends of Israel, which is also foolish because a leftist party will never gain Israel’s sympathy, even if its members sing the Israeli national anthem before each meeting and wave the Israeli flag at demonstrations. 

Michel Warschawski. Auf Hebräisch hier, auf Spanisch hier

T:I:S, 15. Juni 2011

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